Wohnhöfe in Südchina

Die traditionellen Wohnhöfe in Jiangsu, Zhejiang, Anhui und Jiangxi bestehen meist ebenfalls aus vier Häusern, in der Regel zweistöckig, oder aus drei Häusern und einer Wand, die einen Hof umschließen. Weil diese Gebiete dicht bewohnt sind und es im Sommer heiß und feucht ist, ist der umschlossene Hof klein. So wirkt der Hof wie ein Luftschacht, der die Durchlüftung in den Häusern fördert. Alle Dächer sind zur Mitte geneigt, so dass das Regenwasser in den Hof fließt. Die Wohnhöfe in Südchina sind dicht an dicht angeordnet, die Fenster sind zum Hof hin angelegt. Die Häuser besteht aus Holz und sind von einer Mauer umgeben, die höher ist als das Dach. Bricht in der Nachbarschaft ein Brand aus, wirkt diese Mauer wie ein Feuerschutz. Zwischen den Mauern verlaufen schmale Wege.

Das Haupthaus des Wohnhofs hat bis zu fünf Räume. Im größten Raum trifft die Familie zusammen und werden Gäste empfangen. Auch die Ahnen werden hier verehrt. Dieses Zimmer ist vornehm möbliert. Die Zimmer links und rechts werden vom Hausherrn und seinem ältesten Sohn bewohnt. Die Seitenhäuser dienen als Wohnungen für andere Kinder oder als Lagerräume. Reiche und kinderreiche Familien haben Anwesen mit mehreren Höfen hintereinander.