Taoistische Bauten

Der Taoismus entstand in 2. Jahrhundert und ist eine einheimische Religion Chinas. Die Sakralbauten des Taoismus sind traditionelle chinesische Bauten. Im Vergleich zu buddhistischen Bauwerken haben sie ganz besondere Merkmale.

Der Taoismus vertritt die Ansicht, Menschen könnten die Unsterblichkeit erreichen. Ihre Religionsstätten richten die Taoisten deshalb bevorzugt in berühmten Landschaftsgebieten ein, weil die Unterblichen in den Legenden genau in solchen Gegenden gewohnt hätten. Das Qingcheng- Gebirge in Sichuan und das Wudang-Gebirge in Hubei sind solche Plätze. Hier konzentrieren sich umfangreiche taoistische Baukomplexe. Da die Taoisten glauben, dass die Unsterblichen in hohen Gebirgen zu leben pflegten, um dicht am Himmel zu sein, so sind taoistische Tempel oft Baukomplexe auf Bergen.

Die Taoisten verehren Laozi als Begründer der Religion, und sie glauben an zahlreiche Gottheiten, die nach ihrer Ansicht unterschiedliche Verantwortungen tragen: Der Drachenkönig sorgt für Regen, König Guan Yu verhindert Katastrophen, der Medizinkönig kümmert sich um die Heilung, der König des Reichtums macht die Anhänger reich, Göttin Mazu passt auf die Sicherheit von Seeleuten auf. Deshalb werden in den taoistischen Tempel viele Götter und Heilige verehrt. Die Anordnung taoistischer Tempelanlagen ist in der Regel typisch chinesisch. Sie haben auch eine Mittelachse und bestehen aus mehreren Höfen. Aber es gibt auch Tempel, die gemäß den verehrten Heiligen und den topographischen Gegebenheiten anders angelegt wurden.