Buddhistische Tempel

Als der Buddhismus seinen Vorstoß nach China begann und es noch keine speziellen Tempel gab, spendeten Beamte und reiche Leute Wohnhäuser als Meditations- und Predigthallen nutzte. Da die Wohnhäuser oft aus mehreren Höfen bestanden, die sich aus einzelnen Bauten zusammensetzten, wurde dieses traditionelle Gehöft die Grundform der buddhistischen Tempelanlagen. Mit der Verbreitung und Entwicklung des Buddhismus in China wurde dann die Zahl der verehrten Buddhas immer größer. Bodhisattwas, diverse Schutzgötter und Arhats stießen hinzu. Für so viele Heiligkeiten braucht man viel Platz, und so gibt es in einem typischen Kloster neben der Haupthalle, der Mahavira-Halle, noch eine Halle für die Himmelswächter, eine Halle für den Buddha der Barmherzigsten Hallen, d.h. die Himmelswächter,eine oder mehrere Buddhahallen, eine Predigthalle, die Bibliothek usw. Andere Gebäude wie der Glocken- und der Trommelturm sowie die Wohnräume der Mönche befinden sich zu beiden Seiten der Mittelachse. Sie bilden miteinander mehrere Höfe, die durch Korridore verbunden sind.

Nicht alle Klöster und Tempelanlagen Chinas haben die Anordnung mit Mittelachse und symmetrisch angelegten Gebäuden. Beeinflusst durch den Buddhismus des Kleinen Fahrzeugs in Myanmar und Thailand haben die Klöster in Xishuangbanna, Provinz Yunnan, eine mehr verstreute Anordnung. Die wichtigste Halle befindet sich in der Mitte, und in der Regel führt ein Korridor von ihr zum Eingang. Um die Haupthalle herum befinden sich verstreut Pagoden, Meditationshallen und die Distanz dazwischen sind nicht vorgeschrieben und variieren sehr stark. Eines jedoch steht fest: Alle Halle sind mit der Front gegen Osten gerichtet. Dies basiert auf der Legende, dass Sakyamuni unter einem Bodhi-Baum mit dem Gesicht gen Osten die Erleuchtung fand. Im tibetischen Buddhismus gibt es wieder andere Besonderheiten. Weil sich in Tibet manchmal tausend Gläubige treffen, reichen die üblichen rechteckigen Buddhahallen hier nicht aus. So gibt es in Tibet sehr geräumige Buddhahallen, ihre Form ist ungleichmäßig. Und Tibet ist bergig, so dass die Klöster oft in Hanglagen gebaut wurden, was wiederum einen speziellen Baustil erforderte, für den das beste Beispiel der Potala-Palast in Lhasa ist.

Im 7. Jahrhundert begann der Buddhismus nach Tibet vorzustoßen. In der Auseinandersetzung mit der einheimischen Bon-Religion hat sich schließlich die tibetische Form des Buddhismus, der Lamaismus, herausgebildet. Auf ein Edikt des Kaisers Shizu hin wurde in der Yuan-Dynastie der tibetische Lama Phats-pa zum Lehrer des Staates erhoben. Im Laufe der Zeit entwickelte sich in Tibet ein theokratisches Machtsystem. Im 15. Jahrhundert gewann die Gelbe Sekte, gegründet von Tsong-kha-pa, auch unter dem Namen Delugpa-Sekte bekannt, in den von Tibetern bewohnten Teilen von Sichuan und Qinghai sowie unter Mongolen in der Inneren Mongolei weit verbreitet.

Der Potala-Palast befindet sich auf dem Roten Berg in Lhasa. Er ist ein buddhistisches Bauwerk und zugleich Symbol der Herrschaft einer theokratischen Macht. Im 7. Jahrhundert wurden die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen der Tang-Dynastie und Tubo (Tibet) durch Heirat und das Schließen eines Bündnisses verstärkt. Songtsan Gampo, damals König von Tibet, der die Prinzessin Wencheng der Tang-Dynastie zur Frau nahm, ließ auf dem Roten Berg in Lhasa das erste Bauwerk errichten.

Der Potala-Palast befindet sich auf dem Roten Berg in Lhasa. Er ist ein buddhistisches Bauwerk und zugleich symbol der Herrschaft einer theokratischen Macht. Im 7.Jahrhundert wurden die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen der Tang-Dynastie und Tubo durch Heirat und das Schließen eines Bündnisses verstärkt. Songtsan Gampo, damals König von Tibet, der die Prinzessin Wencheng der Tang-Dynastie zur Frau nahm, ließ auf dem Roten Berg in Lhasa das erste Bauwerk errichten.

Der Potala-Palast war stets das Domizil des Dalai Lama. Die erhaltenen Bauwerke stammen meist aus der Mitte des 17.Jahrhunderts. Der Palast hat 13 Stockwerke, ist 117 Meter hoch und in Ost- westlicher Richtung über 400 Meter lang. Der Baukomplex besteht aus dem Roten und dem Weißen Palast. Der Rote Palast beherbergt die Stupas mit den sterblichen Überresten der letzten Dalai Lamas und nimmt die zentrale Position ein. Der Weiße Palast umschließt den Roten und umfasst Buddhahallen, Meditationshallen und Wohnräume. Die Dächer des Palastes sind mit Gold verziert und bieten einen prächtigen Anblick.

Nach der Lehre des Buddhismus soll man allen Begierden entsagen und meditieren, um von Unheil und Kummer befreit zu werden und ins Paradies des Buddhismus zu gelangen. Folgerichtig befinden sich die Klöster oft in abgelegenen Gegenden. Manche Berge und Orte sind durch sie berühmt geworden. Im Wutai-Gebirge in Shanxi, auf dem Emei.Berg in Sichuan, dem Jiuhhua-Gebirge in Anhui und dem Putuo-Berg in Zhenjiang konzentrieren sich große und kleine Tempel und Klöster mit anhängenden Gärten, die unbemerkt in die Natur übergehen. Es sind dies die sog. Vier heiligen Berge des Buddhismus, heute berühmte Landschaftsgebiete.