Buddhistische Bauten

Der Buddhismus stammt aus Altindien und kam im ersten Jahrhundert nach China. Er erfreute sich schnell der Zustimmung und Unterstützung der herrschenden Klassen, die für die Übersetzung der Heiligen Schriften sorgten. In vielen Landesteilen wurden Grotten mit Buddhastatuen angelegt und Tempel gebaut. Der Buddhismus erlebte somit eine schnelle Verbreitung. Historischen Überlieferungen zufolge gab es während der Südliche und der Nördlichen Dynastie allein in der Liang-Dynastie in Südchina über 2800 Klöster, in denen rund 50 000 Mönche und Nonnen lebten. In der Nördlichen Wei-Dynastie gab es gar über 30 000 Klöster mit mehr als zwei Millionen Mönchen und Nonnen. In der Tang-Dynastie erlebte der Buddhismus dann seine eigentlich Blütezeit. In der Hauptstadt Chang- an wurde ein spezielles Übersetzungshaus eingerichtet, in dem ausländische Mönche auf Einladung Heilige Schriften übersetzten. Und chinesische Mönche wurden ins Ausland geschickt und brachten den Buddhismus nach Korea, Japan und Vietnam.

Der Buddhismus hat in China die weiteste Verbreitung von allen Religionen und die Gesellschaft und die Kultur am stärksten beeinflusst. Aber da China über ein eigenes philosophisches und moralisches System verfügt, ist es keiner Religion gelungen, als der alleinige Glaube vom Volk akzeptiert zu werden. Die chinesische Kultur toleriert die unterschiedlichen Glaubenrichtungen. Es galt auch nicht als ein Widerspruch, wenn einer gleichzeitig Anhänger des Buddhismus, des Taoismus und der konfuzianischen Schule war. Der Buddhismus wurde im Laufe seiner Verbreitung und Entwicklung durch den Konfuzianismus gefärbt und hat sich in Verbreitung mit der traditionellen Kultur Chinas zu einer buddhistischen Schule mit chinesischen Charakter geformt. Auch die buddhistischen Bauten, ursprünglich von Indien übernommen, bekannt mehr und mehr traditionelle chinesische Merkmale. Im folgenden ein kurzer Abriss.