Tempelanlagen und Gedenkstätten

In der prähistorischen Zeit hatte die Menschheit bereits einen Kult mit Naturgewalten und den Ahnen entwickelt. Die Formen dieses Urkults wurden großenteils beibehalten, als sich zivilisierte Gesellschaftsformen herausbildeten. Schon in der Zhou-Dynastie gab es ein Opferritualsystem für Himmel und Erde, Ahnen und Heiligtümer.

Tempelanlagen sind rituelle Bauten. Ritual bedeutete in der chinesischen Antike die Gesamtheit der Regelungen und Normen für die den Forderungen der Gesellschaft entsprechenden Verhaltensweisen und diesbezüglicher Riten. In Altchina legte man großes Gewicht auf die erzieherische Rolle des Rituals und arbeitete eine Menge von Vorschriften und Normen feudalistischer Ethik aus, um die patriarchalischen Beziehungen und die hierarchische Ordnung zu gewährleisten. Dabei war die Ehrerbietung gegenüber Himmel und Erde sowie gegenüber den Ahnen ein wichtiger Inhalt. Das Ziel der offiziellen Riten für die Opferdarbringung für Himmel und Erde, Sonne und Mond sowie die Ahnen ein wichtiger Inhalt. Das Ziel der offiziellen Riten für die Opferdarbringung für Himmel und Erde, Sonne und Mond sowie die Ahnen, die vom Kaiser persönlich abgehalten wurden, war es, dem Reich ewig Segen zu bescheren und Ruhe unter dem Himmel zu schaffen. Das einfache Volk brachte Opfer dar, um der Sippe Gedeih und Glück zu garantieren.

Die erhaltenen Tempelbauten werden gemäß der Tradition in drei Kategorien unterteilt: 1. Tempel bzw. Altäre zu Ehren von Himmel und Erde, Sonne und Mond sowie Bergen und Ahnen der Kaiser; 2. Gedenkstätten für hervorragende Würdenträger, Generäle, Intellektuelle und Krieger; 3. die große Anzahl von Ahnenhallen im ganzen Land.