

Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat am Freitag mit dem japanischen Ministerpräsidenten Fumio Kishida telefoniert. Es handelte sich dabei um ein wichtiges Telefonat, das genau zur richtigen Zeit stattfand, da die chinesisch-japanischen Beziehungen derzeit sowohl vor Möglichkeiten als auch vor Herausforderungen stehen.
Aufgrund der inländischen rechtsextremistisch-politischen Orientierung und des Einflusses der USA hat Japans China-Politik zuletzt häufig Schwankungen aufgewiesen. Besonders unter der Führung von Yoshihide Suga hat Japan im vergangenen Jahr seine strategische Verbindung mit und seine Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten weiter verstärkt, was zu einem erneuten schweren Rückschlag für die chinesisch-japanischen Beziehungen führte, die eigentlich eine Verbesserungstendenz verzeichnet hatten. Die regionale Sicherheit und Kooperation wurden dadurch auch stark behindert.
Die wichtigen Aussagen Xi Jinpings bei dem Telefonat haben dem Aufbau von dem neuen Zeitalter entsprechenden chinesisch-japanischen Beziehungen eine klare Richtung gegeben.
Die verschiedenen politischen Prinzipien der vier chinesisch-japanischen politischen Dokumente müssen streng eingehalten werden. Die politische Übereinkunft „gegenseitige Kooperationspartner sein, keine Bedrohung für den anderen schaffen“ muss tatsächlich umgesetzt werden.
Gleichzeitig sollten China und Japan den Austausch bei der Staatsverwaltung und die Koordinierung der Wirtschaftspolitik ausbauen sowie gemeinsam ein faires und offenes Handels- und Investitionsumfeld wahren. Etwa 22 Prozent des japanischen Exports geht derzeit nach China. Damit ist die Volksrepublik wieder zum größten Exportmarkt Japans geworden und ist das 14. Jahr in Folge sein größter Handelspartner. Mit der Unterzeichnung der Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP) als Ausgangspunkt können China und Japan außerdem Vorteilskomplementarität und gemeinsamen Nutzen von höherem Niveau erreichen, wodurch beide Bevölkerungen noch weiter profitieren.

Darüber hinaus sollten China und Japan den wahren Multilateralismus umsetzen sowie gemeinsam den Frieden, die Stabilität und die Entwicklung der Welt wahren. Die aktuelle US-Regierung hat nach ihrem Amtsantritt unter dem Deckmantel des Multilateralismus eine „Indopazifische Strategie“ betrieben. Im Wesentlichen wollen die USA mit ihren Verbündeten einen isolierten, exklusiven „Kleinkreis“ gestalten.
Es wurde aufmerksam wahrgenommen, dass Fumio Kishida bei dem Telefonat erklärte, China und Japan sollten durch Dialoge ihre Meinungsverschiedenheiten kontrollieren. Am gleichen Tag gab der japanische Ministerpräsident in seiner ersten Verwaltungsansprache zusätzlich bekannt, mit China kontinuierlich Dialoge führen und bei mehreren Themen kooperieren zu wollen. Es wird erwartet, dass Japan nicht nur verbale Aufrichtigkeit äußert, sondern seine Aufrichtigkeit auch mit Taten zeigt. Dies dient nicht nur den Grundinteressen beider Länder und Bevölkerungen, sondern auch dem Frieden, der Stabilität und der Prosperität in Asien und der ganzen Welt.