Afghanistan: Kann man aus 20 Jahren Krieg eine Lehre ziehen?

2021-09-09 14:27:54

Die Terroranschläge vom 11. September vor 20 Jahren haben die Welt tiefgreifend verändert, auch Afghanistan. Wenige Wochen nach den Anschlägen begannen die Vereinigten Staaten einen Krieg in Afghanistan, in den sie seither verwickelt sind. Der Abzug der US-Truppen aus Afghanistan hat zudem ein verheerendes Chaos hinterlassen.

Die vergangenen 20 Jahre in Afghanistan haben bewiesen, dass der Krieg den Terrorismus nicht ausgerottet hat und dass der Terrorismus auch nicht allein mit militärischen Mitteln vernichtet werden kann. Die Versuche der USA, dem afghanischen Volk eine Demokratie nach westlichem Vorbild aufzuzwingen, sind gescheitert.

Es ist zu hoffen, dass das afghanische Volk sein eigenes Schicksal unter der Prämisse der Freiheit von ausländischer Einmischung bestimmt, eine wirklich friedliche Entwicklung erreicht und zu einem Stabilitätsfaktor in der Region wird. Hoffentlich ziehen die Vereinigten Staaten auch eine Lehre aus ihrem Scheitern in Afghanistan, geben Hegemonie und Machtpolitik auf und verzichten auf die Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder sowie den Export der so genannten demokratischen Werte nach westlichem Vorbild.

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