Entkopplung Chinas: Eine “Giftpille” der US-Politiker für US-Unternehmer

2020-08-29 23:22:08

Der US-Spitzenpolitiker hat vor kurzem in einem Interview erneut von einer “Entkopplung Chinas” gesprochen. “Geschäfte mit China sind nicht bedingungslos", sagte er. Es handelt sich dabei aber nur um eine schlechte politische Show im Wahlkampf in den USA und ähnelt einer “Giftpille”. Das jüngste Beispiel ist das Dekret der US-Regierung, das das Verbot vom Handel amerkanischer Unternehmen und Einzelpersonen mit dem chinesischen Unternehmen Tencent über WeChat vorsieht. Das Dekret ist auf Ablehnung mehrerer US-Unternehmen wie Apple, Ford, Goldman Sachs und Walmart gestoßen. Das Verbot von WeChat könnte die Marktkonkurrenzfähigkeit der US-Unternehmen in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft schwächen, so der Haupttenor.

Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge haben zwei Wochen nach der Veröffentlichung des Dekrets US-Regierungsbeamte bei persönlichen Kontakten mit mehreren US-Unternehmen wie Apple behauptet, dass Geschäfte in China über WeChat noch immer möglich seien. Dies ist ein erneuer Beweis dafür, dass die sogenannte “Entkopplung” nur eine Show der US-Politiker darstellt, die Macht und Eigeninteresse anstreben.

Die US-Unternehmen sind also auf den chinesischen Markt angewiesen und wollen das Land auch nicht verlassen. Der chinesischen US-Handelskammer zufolge haben sich innerhalb der ersten drei Tage rund 200 US-Unternehmer für den ersten Charterflug der Handelskammer von San Francisco nach Beijing nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie am 12. September angemeldet.

Als die beiden größten Volkswirtschaften der Welt sind China und die USA wirtschaftlich eng aufeinander angewiesen. Ein zwangsläufiger Bruch ihrer Beziehungen wird beiden Seiten großen Schaden zufügen. Im Falle einer “wirtschaftlichen Entkopplung” rechnete die Deutsche Bank mit einem Verlust in Höhe von 3,5 Billionen US-Dollar für die globalen wissenschaftlich-technischen Unternehmen in den kommenden fünf Jahren.

In Zeiten der Globalisierung kann kein einziger Staat nur auf sich selbst bedacht sein. Mit der Entspannung der Lage von COVID-19 sind alle Länder bemüht, die Produktion wieder aufzunehmen, die Wirtschaft zu normalisieren sowie ihre Industrie- und Lieferkette zu stabilisieren. Während dieses Prozesses sitzen alle in einem Boot und müssen gemeinsam die Schwierigkeiten bewältigen.

Die Entwicklung der Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Handel, Kultur sowie Wissenschaft und Technik seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und den USA vor mehr als 40 Jahren zeigt, dass diese Zusammenarbeit gegenseitig nutzbringend ist. Beide Länder und Bevölkerungen haben viel davon profitiert. Von Verlusten und Vorteilen kann also keine Rede sein.

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