Warum bekämpft China entschieden Lebensmittelverschwendung?

2020-08-24 15:43:43

Mittlerweile machen die jährlichen Lebensmittelverschwendungen und -verluste in China 35 Millionen Tonnen aus, was sechs Prozent der landesweiten Produktion entspricht. Schätzungen der FAO zufolge könnten solche Getreide ein Fünftel der unterernährten Bevölkerungen in Afrika ernähren.

Chinas Staatspräsident Xi Jinping hat mehrmals die Getreideverschwendung kritisiert. Vor kurzem hat er betont: „Man muss nach wie vor trotz der reichen Getreideernten der vergangenen Jahren ein Krise-Bewusstsein haben.“

In dem im Oktober 2019 veröffentlichten „Weißbuch über Chinas Getreidesicherheit“ hieß es, mit der Produktion von Reis, Hirse und Mais könne in China eine Selbstversorgung verwirklicht werden. Allerdings gebe es bei Angebot und Nachfrage von Getreide nach wie vor ein knappes Gleichgewicht. Darüber hinaus seien die Ackerfeld-Ressourcen in China sehr beschränkt.

Solche Bedingungen lassen sich in kurzer Zeit kaum verändern. Mit der globalen Verbreitung der COVID-19-Pandemie, den Überschwemmungen in China und den Heuschreckenplagen in mehreren Gebieten weltweit sowie den von geopolitischen Faktoren ausgelösten ökonomischen Herausforderungen ist die Instabilität hinsichtlich der Getreideversorgung der Welt verschärft worden. Unter diesen Umständen ist die Warnung über die Getreidesicherheit von besonders großer Relevanz.

Xi Jinping betonte, in der ganzen Gesellschaft sollte eine Atmosphäre geschaffen werden, dass Verschwendung schändlich und Einsparung ruhmvoll sei. Gleichzeitig müsse die Gesetzgebung intensiviert und die Aufsicht verstärkt werden. Mit effektiven Maßnahmen sollten langfristige Mechanismen etabliert werden. In den vergangenen Jahren haben verschiedene Länder wie Frankreich und Italien Gesetze zur Eindämmung der Getreideverschwendung erlassen. China kann in diesem Aspekt davon lernen.

Laut der FAO werden jährlich in der ganzen Welt 1,3 Milliarden Tonnen Getreide verschwendet, was einem Drittel der globalen Getreideproduktion entspricht. Am 29. September 2020 wird der erste internationale Aufklärungstag über Getreide-Verluste und -Verschwendungen begangen. Chinas rechtzeitige, effektive Aufrufe und Aktionen gelten als ein Echo auf dieses Thema der UNO.

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