Interview mit Chen Wenling: China ist nach wie vor sehr attraktiv für Auslandsinvestitionen in der Post-Pandemie-Ära

2020-08-20 15:42:11

In diesem Jahr sind mit der Verbreitung der COVID-19-Pandemie verschiedene Länder in die ökonomische Rezession geraten. Es gibt eine starke Instabilität bei dem globalen grenzübergreifenden Handel und den globalen grenzübergreifenden Investitionen. Kann Chinas Außenhandel unter diesen Umständen stabilisiert werden? Ist China nach wie vor ein beliebtes Investitionsziel der ausländischen Unternehmen? Vor kurzem hat China Radio International (CRI) Chen Wenling, Chefökonomin des chinesischen Zentrums für internationalen wirtschaftlichen Austausch, interviewt.

CRI: Wie ist die gesamte wirtschaftliche Situation Chinas angesichts der gegenwärtigen Lage?

Chen Wenling: Gegenüber der Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Juni, wonach das globale BIP-Wachstum minus 4,9 Prozent ausmachen würde, sind die Prognosen anderer Institutionen alles andere als optimistisch. Man kann sagen, dass mehr als 90 Prozent der Volkswirtschaften weltweit eine Schrumpfung verzeichnen werden. Der IWF prognostizierte, dass nur China unter den großen Volkswirtschaften ein Wachstum beibehalten könne. Die erwartete Zuwachsrate ist von 1,2 Prozent auf 1 Prozent herabgestuft worden.

CRI: Wie werden die Leistungen der Maßnahmen Chinas zur Stabilisierung des Außenhandels und der Auslandsinvestitionen im ersten Halbjahr bewertet?

Chen Wenling: In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres kann China wahrscheinlich das einzige Land weltweit sein, dessen aufgenommene Auslandsinvestitionen zugenommen haben. Diese sind um 0,5 Prozent auf mehr als 530 Milliarden Yuan RMB gestiegen. Von Januar bis Juli ist der Außenhandel statt zurückzugehen gewachsen und sprunghaft wieder belebt worden.

CRI: Ist die Volksrepublik angesichts der von den USA propagierten These über „eine Abkoppelung von China“ nach wie vor attraktiv für ausländische Investoren?

Chen Wenling: Meiner Meinung nach gehört China immer noch zu den Ländern mit einer starken Attraktivität für ausländische Investoren. China kann dabei sogar auf dem ersten Platz liegen.

Erstens, China verfügt über die Überlegenheit eines extrem großen Marktes. Zweitens, die Kompetenz des Branchensystems in China ist weltweit am stärksten. Drittens, Chinas politisches Umfeld zur Öffnung nach außen hat sich ständig verbessert. Viertens, Chinas Geschäftsumfeld ist kontinuierlich optimiert worden. Ausländische Unternehmen können in China enorme Profite erwerben. Dies ist darauf zurückzuführen, dass China nicht nur ein stabiles politisches und gesellschaftliches Umfeld und ein offenes Marktumfeld hat, sondern auch über eine äußerst starke Kompetenz bei der Zirkulation von Waren, Materialien, Informationen und Kapitalmitteln verfügt.

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