Neues Antlitz für Geburtsort von Konfuzius

2020-09-28 08:00:00

Die zahlreichen Pensionen im Dorf Luyuanxin in der Gemeinde Nishan in der ostchinesischen Stadt Qufu ziehen viele Touristen an. Das alte Dorf mit einer Geschichte von über 1.000 Jahren ist der Geburtsort des chinesischen Philosophen Konfuzius. Heutzutage ist es außerdem ein Vorbild für die Entwicklung von Dörfern.

Luyuanxin liegt am südlichen Fuß des Nishan-Berges und am nördlichen Ufer des Qihe-Flusses. In dem Dorf gibt es viele Reihenhäuser, die für die Dorfbewohner gebaut wurden. Jedes Haus hat zwei Etagen, zwei Wohnzimmer, vier Schlafzimmer und zwei Toiletten. Die Häuser mit einer Gesamtfläche von 128 Quadratmetern haben außerdem eine eigene Terrasse.

In den vergangenen Jahren kommen immer mehr Menschen nach Qufu, um das Familienhaus, den Tempel und den Friedhof von Konfuzius zu besuchen. Liu Chengbiao, Dorfvorsteher von Luyuanxin, sagt, viele Besucher wollten den Geburtsort des großen chinesischen Philosophen sehen. Die Gemeinde Nishan stehe dadurch vor einer großen Chance.

Seitdem die Gemeinde eine Landschaftszone errichtet hat und nächtliche Besuche des Geburtsorts von Konfuzius anbietet, benötigen viele Besucher eine Übernachtungsmöglichkeit. Luyuanxin hat diese Chance genutzt und bietet nun Pensionen.

Kong Fanling ist Einwohnerin von Luyuanxin und wohnt mit ihrer Familie im Erdgeschoss ihres dreistöckigen Hauses. Die erste und zweite Etage wurden zu einer Pension umfunktioniert. Damit verdient Kong jährlich rund 30.000 Yuan RMB. Sie sagt, die Dorfbewohner hätten eine WeChat-Gruppe gegründet und hälfen einander bei der Unterbringung von Touristen.

In Luyuanxin gibt es inzwischen über 100 Pensionen, außerdem arbeiten viele Menschen in der Gastronomie. Die Dorfbewohnerin Chen Tongfang arbeitete früher als Wanderarbeiterin fern ab der Heimat. Sie hatte keine Zeit für ihre Eltern und ihre Kinder, was für sie das schwerste war. Ende 2019 hat sie eine Anstellung in einem Restaurant in der Landschaftszone von Nishan gefunden, das nicht weit von ihrem Haus entfernt liegt. Sie sagt, früher hätten die Landwirte vom Anbau von Getreide und Erdnüssen gelebt und nur wenig verdient. Nun arbeiteten sie in der Gastronomie oder eröffneten eigene Pensionen. Ihr Einkommen sei gestiegen und sie hätten mehr Freizeit.

Viele junge Leute, die früher als Wanderarbeiter in größeren Städten arbeiteten, kehren inzwischen in ihre Heimat zurück. Liu Chengbiao sagt, in Luyuanxin seien zwei Dienstleistungsfirmen gegründet worden, die für Reinigungsarbeiten, Jobvermittlung und die Parkplätze im Dorf und in der Landschaftszone von Nishan zuständig seien. Dadurch seien mehr als 200 Arbeitsplätze geschaffen worden. „Bis 2021 können wir über mehr als 200 Pensionen verfügen. Damit können noch mehr Dorfbewohner zu Hause arbeiten“, so Liu.

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