
Die nordostchinesische Grenzstadt Manzhouli, die östlich von der Mongolei und südlich von Russland liegt, gilt als das Nordtor Chinas. Seit dem 6. April sind 74 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und zehn Verdachtsfälle in der Stadt Manzhouli gemeldet worden. Bei allen Betroffenen handelt es sich um aus dem Ausland Eingereiste.

Angesichts der steigenden Zahl der Importfälle in Manzhouli meldete sich der 34-jährige Krankenpfleger des Krankenhauses für Forstwesen im Autonomen Gebiet Innere Mongolei, Ba Gen, freiwillig, um an dem Kampf gegen die Epidemie in Manzhouli teilzunehmen. Ba Gen war gerade von der Front des Kampfes gegen die COVID-19-Epidemie in der Provinz Hubei zurückgekehrt. Er sagte, die in der Provinz Hubei gesammelten Erfahrungen könnten nützlich für die Eindämmung der Epidemie in Manzhouli sein. Seine Eltern und Frau unterstützten auch Ba Gen bei dieser Entscheidung.
Seit dem 14. April unterrichtet Ba Gen die Mitarbeiter der Stadt Manzhouli über die Kenntnisse zur Prävention und Kontrolle der Epidemie. Neben Ba Gen nehmen auch die Ärzte Fu Wenbin und Wang Qingkui, die in Manzhouli wohnen, im Anschluss an ihre Arbeit in der Provinz Hubei an den Behandlungen der eingereisten Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus teil. Sie sagten, es sei eine Pflicht, die Epidemie in der Heimat einzudämmen.

In der Grenzkontrollstation von Manzhouli wurden ein 48-köpfiges Arbeitsteam aus Mitgliedern der Kommunistischen Partei und drei weitere Teams gebildet, die für die Grenzkontrolle auf dem Landweg und Notfälle zuständig sind. Seit dem Ausbruch der Epidemie hat die Grenzkontrollstation Manzhouli zwölf Arbeitskonferenzen mit russischen Kollegen einberufen und 24 Mal elektronisch Informationen ausgetauscht über die jüngste Einreisepolitik beider Länder und die Zahl der ankommenden PKWs.

Wegen der COVID-19-Epidemie kehren immer mehr Chinesen über Manzhouli auf dem Landweg aus Russland nach China zurück. Das Zollamt Manzhouli steht als die erste Kontrollstelle zur Prävention und Kontrolle der Eingereisten bezüglich Infektionen im Norden Chinas vor großen Herausforderungen. Das Zollamt Manzhouli führt die Nukleinsäure-Tests bei allen Eingereisten durch. „Wie heißen Sie? Woher kommen Sie? Wohin gehen Sie?“ Die drei Fragen wiederholt Jiang Yingtong, die Mitarbeiterin des Zollamts Manzhouli, täglich unzählige Male. Als eine Untersuchung der Epidemiologie hofft sie, dass die Passagiere kooperieren und wahre Antworten geben können. In ihrer luftdichten Schutzkleidung hat sich Jiang Yingtong ganz nass geschwitzt. Sie hofft, wenn sie auf diese Zeit nach Ende der Epidemie zurückblickt, dass sie stolz sagen kann, sie habe einen Beitrag zum Kampf gegen die Epidemie geleistet.