76-jähriger Arzt kämpft gegen die Coronavirus-Epidemie

2020-04-20 08:00:00

Ein Arztkittel, eine schwarze Tasche und eine hölzerne Krücke. Dies sind die Ausstattungen des Arztes Zhang Hongxing, wenn er zur Arbeit geht. Zhang lebt im Naturdorf Changlonggang, das zu dem Dorf Yingguiyan in der Gemeinde Chongren in der Stadt Shaoxing in der ostchinesischen Provinz Zhejiang gehört. Der 76-jährige Zhang Hongxing arbeitet schon seit über 50 Jahren als Dorfarzt.

Mit 16 Jahren begann Zhang Hongxing, die traditionelle chinesische Medizin zu lernen. Vom Lehrling bis zum Arzt hat er sein ganzes Leben diesem Beruf gewidmet. Seit dem Ausbruch der neuartigen Coronavirus-Epidemie hat er sich trotz Abraten anderer Leute gemeldet, für die Arbeit der Prävention und Kontrolle der Epidemie in 21 untergeordneten kleinen Naturdörfern des Naturdorfs Changlonggang zuständig zu sein. Seit mehreren Monaten geht er täglich in die kleinen Dörfer und kümmert sich um die Gesundheit von mehr als 800 Dorfbewohnern.

Zhang Hongxing weiß ganz genau, dass man sich als Arzt nicht aus der Epidemie heraushalten darf. Als der Leiter der Klinik der Gemeinde Chongren ihn anrief und sagte, dass sich der Arzt jedes Dorfes um die zu Hause unter Beobachtung stehenden Menschen kümmern müsse, man ihn aber, weil er zu alt sei und nicht lange gehen könne, durch einen anderen ersetzen wolle, widersprach Zhang: Er sei der Arzt des Dorfes und kenne sich in der Gegend aus. Er sei dazu verpflichtet, die Arbeit der Prävention und Kontrolle der Epidemie gut zu machen. Er kenne das Risiko, trotzdem wolle er seine Verantwortung tragen.

Das Naturdorf Changlonggang hat derzeit 21 kleine Naturdörfer. Vom Osten bis zum Westen ist es fünf Kilometer lang. Zhang Hongxing geht täglich in der Morgendämmerung von Zuhause los. In seiner schwarzen Tasche gibt es einen Blutdruckmesser, ein Stethoskop, ein Fieberthermometer, ein Blutzuckermessgerät, Akupunkturnadeln, einen Schutzanzug, mehrere Medikamente für chronische Krankheiten. Außerdem liegen darin Kuchen, Milch, eine Taschenlampe und ein Regenschirm. Um 8 Uhr 30 beginnt er mit den ersten Temperaturmessungen des Tages für die zu Hause unter Beobachtung stehenden Menschen und informiert sie über Hygienemaßnahmen. Bis heute gibt es im Naturdorf Changlonggang keinen einzigen positiv getesteten Coronavirus-Infizierten.

Zhang Hongxing sagte, eine schwere Ansteckungskrankheit wie das COVID-19 habe er zum ersten Mal erlebt. Es gebe im Dorf nicht viele zu Hause unter Beobachtung stehende Menschen. Aber ihre Häuser seien weit entfernt voneinander. Um dahin zu gelangen, müsse er sich anstrengen. Seit dem Ausbruch der Epidemie kooperierten die Dorfbewohner mit ihm. Aber es gebe auch Menschen, die sich übermäßige Sorgen machten. Er habe ihnen geduldig Vorbeugungsmaßnahmen erzählt und Beispiele genannt, um sie zu beruhigen.

Zhang Hongxing sagte, als Arzt sei es seine Verpflichtung, die Kranken zu behandeln. Er habe im ganzen Leben keine großartige Leistung erzielt. Er wolle nur seine Arbeit gut machen.

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