Wang Cong ist ein gewöhnlicher Bürger in Wuhan. Im Februar wurden in dem Bezirk Jiang‘an, in dem er wohnt, freiwillige Fahrer für den Transport von COVID-19-Patienten angeworben. Nach langer Überlegung hat er sich angemeldet und damit ein über zwei Monate dauerndes Rennen in dem Epizentrum gestartet.

Von der Anmeldung hat er seiner Frau erst hinterher erzählt. Sie war natürlich beunruhigt. Aus Angst versuchte sie, ihren Mann zum Verzicht zu überzeugen. Am Ende wurde jedoch sie selbst von ihrem Mann überzeugt, mit den Worten: Menschen aus dem ganzen Land sind bereits zur Rettung nach Wuhan gekommen und wie konnte er da als ein Wuhaner nicht an der Rettung seiner Heimat teilnehmen. Später sagte seine Frau sogar, sollte er wirklich wegen der Gefahr darauf verzichten, würde sie ihn geringschätzen.
Während des Hin und Her zwischen Krankenhäusern und Wohnvierteln hat Wang Cong die Trennung von vielen Familien gesehen. Nach seinem Dienst würde er seiner Frau erzählen, was er gesehen und gehört hatte. Durch den täglichen Austausch ist das Ehepaar zu dem Ergebnis gekommen, dass „nichts wichtiger als die Familie ist und eine solche Trennung für normale Menschen unerträglich ist“.
Im März konnten die ersten Genesenden den Quarantäneort verlassen. Wang Cong brachte sie nach Hause. Er kannte fast jedes Gesicht in seinem Wagen. Einen Patienten davon hat er inzwischen insgesamt sechsmal hin und her gefahren. Inzwischen hat sich allgemein die Sorge in Ruhe gewandelt. Wang Cong glaubte, es sei ein stilles Zeugnis, dass Wuhan sich allmählich erholt.
Jeden Tag hoffte Wang auf die baldige Beendigung der Epidemie, denn eine einen Tag frühere Beendigung bedeutet, dass er einen Tag früher zur Arbeitsstelle zurückkehren kann. Und das ist auch ein wichtiger Grund, warum er trotz allem sich als Freiwilliger angemeldet hat. Falls die Bemühung von einem Menschen die Epidemie eine Minute früher beenden könne, dann werde es zwei Minuten früher durch zwei Menschen und drei Minuten früher durch drei Menschen, sagte er.

„Gestern habe ich geträumt.
Im Traum bin ich wieder als Freiwilliger zum Dienst gegangen.
Der Direktor hat gefragt, wieso kommst du wieder?
Auf den Straßen sind bereits so viele Autos.
Die Seuche wurde gestern um Mitternacht als beendet erklärt.
Ich sage dann, na gut, ich gehe zur Arbeit“
-----Wang Cong