
Dieses Frühlingsfest hat Hao Yingge, eine nach 1995 geborene Studentin, vielleicht die härteste und entschlossenste Entscheidung in ihrem Leben getroffen: das Zugticket der Rückkehr in die Heimat zu stornieren.
Hao studierte im vierten Studienjahrgang im Fach der medizinischen Laborwissenschaft im Medizininstitut Xinxiang in der Provinz Henan. Im Juni des vergangenen Jahres wurde sie als Praktikantin zum Huada Medical Laboratory Co., Ltd. in Wuhan (Provinz Hubei) geschickt. Der plötzliche Ausbruch der Coronavirus-Epidemie Ende Januar hat ihren eigentlichen Reiseplan nach Hause im Frühlingsfest gestört.
Seit dem Ausbruch der Epidemie war das Huada Medizinlabor für einen Teil der Arbeit beim Virustest zuständig. „Ich bin Medizinstudentin und der Nukleinsäure-Test entspricht genau meinem Studienfach. Es liegt in meiner Verantwortung, hier zu bleiben“, sagte Hao Yingge. Und ihre Entscheidung wurde auch von ihrer Familie unterstützt.

Bis heute hat sich Hao Yingge mit dem „Virus“ schon für mehr als zwei Monate beschäftigt. Die tägliche Testarbeit ist kompliziert und langweilig. Aber jedes Arbeitsdetail konnte von ihr sorgfältig ohne jeglichen Fehler abgeschlossen werden. „Während der beschäftigsten Zeit haben wir jeden Tag durchschnittlich 8.000 Proben getestet. Allein am 1. März erreichte die Zahl der zu testenden Proben 12.000.“
Um Schutzkleidungen zu sparen, versuchte Hao Yingge möglichst selten das Labor zu verlassen. Jedes Mal vor dem Eintritt des Labors will sie kein Wasser trinken. An einem arbeitsreichen Tag hat sie 10 Stunden im Labor verbracht.
Zusammen mit Hao Yingge gab es noch drei andere Studenten, die für die Testarbeit im Labor geblieben sind. Während dieser Zeit haben die vier jungen Menschen zusammengearbeitet und einander angespornt.
Auf dem Weg zur Arbeit nach der Aufhebung der Verkehrskontrolle am 8. April konfrontierte Hao Yingge sich erstmals mit dem Verkehrsstau. Aber sie fühle sich sehr entspannend. „Das ist ein gutes Zeichen, dass die Stadt sich allmählich von den Schmerzen erholt. Und das ist auch das Ziel, an dem meine Kollegen und ich seit mehr als zwei Monaten hart gearbeitet haben“, sagte Hao Yingge.

Zuvor hat Hao niemals erwartet, dass ihr Entschluss so viel Anerkennung und Lob bringen würde. „Unsere Aufgabe ist es nur, die kranken Menschen medizinische Behandlungen erhalten zu lassen. Und diejenigen, die auf das Virus negativ getestet wurden, können auch von dem Verdacht entlastet sein. Ich weiß, die Kraft einer einzelnen Person ist sehr gering, aber mit den Anstrengungen der Gemeinschaft können wir auch dazu beitragen, die Epidemie früher zu überwinden.“
Auf die Frage, ob sie Angst vor dem Virus hatte, antwortete die junge Studentin ohne zu zögern: „Überhaupt keine! Ich hoffe nur, diesen harten Kampf so schnell wie möglich zu gewinnen und meine Eltern früher wieder zu sehen. Ich vermisse sie sehr!“