

Die englischsprachige Zeitung China Daily hat unlängst ihrer mobilen App eine neue Sparte hinzugefügt – den Intelligenten Newsbot. Er basiert auf Künstlicher Intelligenz (KI) und ist imstande, aktuelle Fragen über die Coronavirus-Pandemie zu beantworten. Die Zeitungs-App wurde weltweit 30 Millionen Mal heruntergeladen, darum geht China Daily auch davon aus, dass der Newsbot eine globale Plattform sein werde, die das Verständnis der Weltöffentlichkeit für die Pandemie-Bekämpfung vertiefen könnte.
Nutzer der App können sich im Gespräch mit dem Roboter über das Coronavirus informieren, darunter die jüngsten Entwicklungen der Pandemie und bestehende Regelungen zur Vorbeugung und Kontrolle der COVID-19-Lungenkrankheit.
Der Roboter wurde von Zhuyi Technology, einer in Shenzhen in der südchinesischen Provinz Guangdong angesiedelten Hightechfirma, entwickelt. Seit dem Frühlingsfest arbeitet das Unternehmen an der Entwicklung des bi-lingualen Roboters, um zur Bekämpfung der laufenden Pandemie beizutragen.
Sheng Hao, ein Geschäftsführer der Firma, sagte: „Die Technologie ist inzwischen ausgereift worden. Für den Einsatz benötigen wir nur etwas Zeit, um den Roboter mit einer entsprechenden Wissensdatenbank auszustatten. Mittlerweile wurden KI-Produkte, die wir gezielt für den Kampf gegen die Epidemie entwickelt haben, an mehr als 200 Unternehmen und öffentliche Institutionen geliefert“.
Zu den Schlüsseltechnologien der Firma Zhuyi gehört in erster Linie der so genannte iSmart Roboter, der Ingenieuren zufolge in der Lage ist, anhand einer auf verlässliche offizielle Informationen gestützten Datenbank die Fragen der Nutzer über die Pandemie zu beantworten. Mittels Deep Learning entwickelt sich der Sprach-Roboter bei Interaktionen mit Menschen weiter.
Zhuiyi Technology wurde im März 2016 gegründet und hat sich auf Deep Learning und die Sprachverarbeitung durch Künstliche Intelligenz spezialisiert.
Beim Deep Learning lässt ein Roboter seine Lernkurve durch ständige Interaktionen mit dem Menschen effektiv ansteigen, wodurch seine Kommunikation mit Nutzern effizienter und freundlicher wird.
„Keiner will die Epidemie. Dennoch hat sie uns erstaunlicherweise große Chancen für Innovation der Künstlichen Intelligenz geboten. Beispielsweise ist es zu einer neuen Alltäglichkeit geworden, Roboter bei der medizinischen Behandlung und Desinfektion einzusetzen. Menschen, die während der Epidemie zu Hause bleiben müssen, können mithilfe der Künstlichen Intelligenz live an Schulunterricht oder Seminaren teilnehmen, im Home Office arbeiten und per Videoübertragung sich direkt mit Kollegen unterhalten“, sagte Li Shipeng, der stellvertretende Direktor des Shenzhener Forschungsinstituts für Künstliche Intelligenz und Robotik.