Labortechnikerin aus Tianjin zum Hilfseinsatz in Hubei

2020-03-18 08:00:00


An einem kühlen Abend um 22 Uhr war Zheng Xukun, ausgerüstet von Kopf bis Fuß mit einem Schutzanzug und einer N95-Maske, einer medizinischen Schutzbrille, Latexhandschuhen und wasserdichten Schutzstiefeln, immer noch damit beschäftigt, Nukleinsäure-Tests zur Entdeckung des neuartigen Coronavirus zu machen.

Zheng ist eine „Virusdetektivin“, die im Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention im autonomen Bezirk Enshi der Tujia- und Miao-Nationalität in der zentralchinesischen Provinz Hubei arbeitet. Eine Region, die am stärksten von der Coronavirus-Epidemie betroffen ist.

Am 1. Februar meldete sich Zheng freiwillig für den Einsatz in Enshi, etwa 1.500 Kilometer von ihrer Heimatstadt Tianjin entfernt, um ihren Kollegen in Hubei bei der Epidemiebekämpfung zu helfen.

Der Nukleinsäure-Test ist seit dem Ausbruch der Epidemie die wichtigste Methode, um das Virus im Körper des Patienten zu entdecken. Es war aber nicht so einfach, wie gedacht. Die Arbeitsbelastung bei den Tests lag außerhalb von Zhengs Vorstellungskraft.

Während ihres fast 40-tägigen Einsatzes in Enshi hat Zheng intensiv Nukleinsäure aus Rachenabstrichen extrahiert, Nachweisreagenzien vorbereitet und die Ergebnisse analysiert. Die Daten mussten täglich so schnell wie möglich an die lokale CDC-Zentrale geliefert werden.

Zhang musste sich während jeder Schicht im Labor vier bis fünf Stunden lang mit dem Virus im selben Raum aufhalten. Täglich mussten durchschnittlich 500 Proben getestet werden.

„Es dauert eine ganze Weile, bis der dicke Schutzanzug angezogen ist. Viele von uns würden daher lieber Windeln tragen, als auf die Toilette zu gehen“, sagt sie. „Am Ende des Tages bin ich schweißgebadet und mein Gesicht hat Abdrücke von der Schutzmaske.”

Für die Extraktion jeder Probe musste Zhang dreimal das Gerät betätigen. „Nachdem ich die Bewegung viele Male wiederholt hatte, wurde mein Daumen wund und taub, aber ich habe trotzdem nicht aufgegeben“, sagt Zheng.

Die Arbeit eines Labortechnikers birgt ein hohes Risiko. Während des Nachweisprozesses wird eine große Anzahl extrem ansteckender Aerosole erzeugt, wenn der Techniker eine Probe, die das Virus enthält, falsch entsorgt.

„Man muss sehr vorsichtig sein, egal wie geschickt man ist. Jede Operation muss streng den Sicherheitsbestimmungen entsprechen, die die körperliche Stärke und Ausdauer des Technikers auf die Probe stellt“, sagt Zheng.

Bis zum 5. März hatte die CDC in Enshi mehr als 20.000 Proben getestet.

„Ich bin sehr stolz auf meine Arbeit, dadurch wird den Ärzten eine zuverlässige Basis für die Diagnose geliefert“, sagt Zheng. „Ich werde weiter hier bleiben, bis die Epidemie vorbei ist.“

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