Chinesische Generation Z stellt sich Kampf gegen COVID-19

2020-03-17 15:12:58

Meng Di (Archivfoto)

Meng Di (Archivfoto)

Meng Di – „Ich werde vor der Epidemie nicht zurückweichen“

„Ich bin im Mai 2000 geboren. Ich hoffe, dass die Epidemie noch vor meinem Geburtstag abklingt“, sagt Meng Di müde, aber mit fester Stimme nach ihrem Dienst.

Erst im September hatte die 19-Jährige ihre klinische Arbeit in einer Zweigstelle des Volkskrankenhauses der Universität Wuhan begonnen. Am 24. Januar, wenige Monate nachdem sie eine Festanstellung erhielt, meldete sich die junge Krankenschwester zum Kampf gegen die COVID-19-Epidemie. Noch am selben Tag wurde für sie eine Nachtschicht in der Quarantänestation eingeteilt. Meng Di gibt zu, dass sie anfangs Angst gehabt habe, aber ihre Eltern hätten sie ermutigt, ihren Verpflichtungen als medizinisches Personal nachzukommen. „Pass gut auf dich auf. Wir werden warten, bis du nach Hause kommst“, so ihre Eltern.

Regelmäßige Temperatur- und Blutdruckmessungen, die Überwachung der Sauerstoffsättigung im Blut und Beatmungen – Während der bis vier Uhr morgens andauernden Nachtschicht haben Meng Di und ihre Kollegen viel zu tun. Am schwierigsten ist es, den Patienten Spritzen oder Infusionen zu geben, da jeder Mitarbeiter drei Schichten medizinischer Handschuhe trägt und die beschlagenen Schutzbrillen den Blick trüben. Das erschwert es Meng, die Blutgefäße der Patienten zu finden. Die Patienten haben dafür jedoch Verständnis.

Viele Patienten kennen Meng Di inzwischen. Das Wort, das sie von den Patienten am meisten höre, sei „Danke“, so die 19-Jährige.


Nie Baoxu(r.)<br>Foto von Zhang Xiaole

Nie Baoxu(r.)
Foto von Zhang Xiaole

Nie Baoxu – „Ich bin ihr Held“

Der 19-jährige Nie Baoxu kommt aus der Stadt Nanyang in der zentralchinesischen Provinz Henan. Vor der COVID-19-Epidemie arbeitete er in einem Sushi-Restaurant in Wuhan. Seit dem 12. Februar ist er ein ehrenamtlicher Sanitärarbeiter im Tongji-Krankenhaus in Wuhan.

Nie Baoxu bezeichnet seine Aufgabe, 17 Stationen sauber zu halten und eine ganze Etage im Krankenhaus zu wischen, als „Kinderspiel“. Sein Fleiß und seine pflichtbewusste Hingabe werden vom gesamten medizinischen Personal gelobt.

Jeden Tag ruft Nie Baoxu nach der Arbeit seine Eltern und seine Freundin an, um sie darüber zu informieren, dass er gesund und wohlbehalten ist. „Meine Freundin unterstützt meine Entscheidung und sagt, ich sei ihr Held“, so Nie.


Wang Shiyu liefert bedürftigen Haushalten Lebensmittel (Archivfoto)

Wang Shiyu liefert bedürftigen Haushalten Lebensmittel (Archivfoto)

Wang Shiyu – „Jeder ist verpflichtet“

„Keine Sorge, ich lege Ihnen das Geld aus“, erklärt Wang Shiyu einem 80-Jährigen, der mit dem mobilen Bezahlen nicht zurechtkommt.

Sie ist eine Studentin im zweiten Semester an der Technischen Universität Jingchu in Jingmen in der Provinz Hubei. Nach dem Ausbruch der COVID-19-Epidemie hat sie sich zusammen mit ihrer Mutter als freiwilliger Helfer beworben. Jetzt arbeiten sie beide in einem Wohnviertel in Wuhan.

Jeden Tag liefert Wang Shiyu bedürftigen Haushalten Lebensmittel und führt Hunderte von Telefongesprächen mit den Familien in dem Wohnviertel, um sich über ihren Gesundheitszustand zu informieren.

„Wir alle tragen eine Verantwortung im Kampf gegen die Epidemie und ich möchte auch meinen Beitrag dazu leisten“, sagt Wang.

Seitdem das neue Semester begonnen hat, arbeitet sie tagsüber weiter als ehrenamtliche Helferin und setzt nachts ihr Studium online fort.


Zhao Tianyu (Archivfoto)

Zhao Tianyu (Archivfoto)

Zhao Tianyu – „Die Jugend muss aus Liebe zum Staat arbeiten“

Zhao Tianyu war ein Mitgelied des Hilfspolizei-Teams im Modulkrankenhaus im Wuhaner Stadtbezirk Jianghan. Mit gerade einmal 19 Jahren war er das jüngste Mitglied der 30 Hilfspolizisten. Nachdem er dem Team beigetreten war, erhielt Zhao zahlreiche Aufgaben: Er ging auf Streife, war für die Wahrung der öffentlichen Ordnung zuständig, überprüfte Feuerlöscher und organisierte psychologische Hilfe für Patienten. Die tägliche Arbeit war zwar anstrengend, aber Zhao sagt, junge Menschen sollten ihren Beitrag für den Staat leisten.

Das Modulkrankenhaus in Jianghan wurde am 9. März geschlossen. Innerhalb von 34 Tagen wurden dort 1.848 Patienten mit leichten Symptomen behandelt.


Luo Ming (Archivfoto)

Luo Ming (Archivfoto)

Luo Ming – „Studenten müsse auch etwas bewegen“

Luo Ming kommt aus dem Bezirk Hanyang in Wuhan und studiert im vierten Semester an einer Universität in der nordostchinesischen Provinz Jilin. Während der Semesterferien kehrte er in seine Heimat zurück und meldete sich Mitte Februar als freiwilliger Helfer.

Aus Angst vor einer Ansteckung mit COVID-19 waren seine Eltern zuerst gegen seine Entscheidung. Der 19-Jährige sagte ihnen jedoch, es komme Hilfe aus allen Landeteilen. Als gebürtiger Wuhaner dürfe er nicht tatenlos zusehen.

Zu den Aufgaben des jungen Studenten gehört, das gespendete Material an alle Abteilungen eines Krankenhauses zu verteilen. An seinem arbeitsreichsten Tag verteilte er über 1.000 Schutzanzüge, zahlreiche Schutzmasken und -brillen, mehr als zehn Tonnen Mineralwasserflaschen und mehrere Tonnen medizinsicher Alkohol. „Am Anfang taten mir alle Knochen weh“, sagt Luo Ming, „Allmählich gewöhne ich mich aber an die Arbeitsintensität.“

Sein Engagement begründet Luo Ming damit, dass alle Gesellschaftsschichten Anstrengungen im Kampf gegen COVID-19 unternehmen müssten, auch Studenten sollten etwas bewegen.

Zur Startseite

Das könnte Sie auch interessieren