

Mehrere chinesische Hightech-Unternehmen, die sich auf medizinische Künstliche Intelligenz (KI) spezialisiert haben, sind derzeit dabei, mit ihren ausgeklügelten Technologien zur Eindämmung der COVID-19-Epidemie beizutragen. Ein Beispiel dafür sind medizinische bildgebende KI-Geräte.
Wissenschaftlern zufolge ist medizinische KI in der Lage, Ärzten bei einer schnellen und präzisen Diagnose zu helfen und damit die Auslastung in den Krankenhäusern zu reduzieren, vor allem im Zentrum der Epidemie.
Deepwise Healthcare ist ein chinesischer Vorreiter auf dem Gebiet der medizinischen KI und hat Niederlassungen in Beijing, Shanghai und Hanzhou, der Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Zhejiang. Die Hightech-Firma hat unlängst 40 medizinische bildgebende Systeme an Krankenhäuser in der von der Epidemie schwer betroffenen Provinz Hubei geliefert. Alle KI-basierten Geräte verfügen über aktualisierte Funktionen und ermöglichen den Ingenieuren zufolge die verlässliche Identifizierung von COVID-19-Infektionen.
Ingenieure der Firma sind derzeit auch dabei, ihre KI-basierten bildgebenden Systeme in über 30 für die stationäre Behandlung von COVID-19-Patienten vorgesehenen Krankenhäusern außerhalb der Provinz Hubei zu installieren.
Qiao Xin, Chef von Deepwise Healthcare, sagt: „Die Bedeutung für den Einsatz der medizinischen KI in der klinischen Diagnose von COVID-19 besteht vor allem in ihrer Schnelligkeit und ihrer präzisen systematischen Auswertung von CT-Untersuchungen. So können die Ärzte Zeit und Energie sparen und sich um mehr Patienten kümmern. In Anbetracht der großen Zahl an Patienten, die während der Epidemie auf eine Diagnose und Behandlung warten, ist eine derartige Technologie derzeit äußerst empfehlenswert.“
Das in Shanghai angesiedelte Hightech-Unternehmen Yitu Healthcare beschäftigt sich ebenfalls mit medizinischer KI. Die Firma hat eigens für die Diagnose von COVID-19 eine neue Version ihres KI-basierten Bildauswertungssystems entwickelt. Eigenen Angaben zufolge arbeitet das Unternehmen derzeit auch mit vier Partnern zusammen, um einige KI-basierte Online-Medizin-Plattformen zu pflegen. So können Radiologen aus ganz China dabei helfen, ihre zahlenmäßig begrenzten Fachkollegen im Zentrum der Epidemie beträchtlich zu entlasten.
Auch das in Shenzhen ansässige Unternehmen Rimag ist ein Anbieter von KI-basierter medizinischer Bildgebung. Die auf der Online-Plattform angebotenen Technologien haben eigenen Angaben zufolge bereits mehr als 2.100 Patienten aus 20 Provinzen geholfen.