Wuhan, Zentrum der COVID-19-Epidemie, ist seit 42 Tagen von der Außenwelt abgeriegelt. Für die etwa zehn Millionen Einwohner in der Metropole ist es gar nicht möglich, aus der Stadt zu kommen und es gilt auch gefährlich, die eigene Wohnung zu verlassen.Für viele Ausländer in Wuhan ist das Laben nun sehr unbequem.
Steve McClure, Professor an der Universität Wuhan, lebt seit neun Jahren in der Stadt. McClure sagte, er sei noch nie in einer solchen Situation gewesen.
Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, schloss Wuhan praktisch alle Wohnviertel, während nur ein Mitglied aus jeder Wohnung das Haus alle paar Tage verlassen durfte.
„In China gibt es ein dichtes Netz zwischenmenschlicher Beziehungen“, sagte McClure. „Die Stadt sieht aus wie ein Haufen grauer Kisten aus Beton, aber was wirklich vorangeht, sind die persönlichen Beziehungen zwischen den Menschen.“
McClure sagte, er vermisse die Struktur des Lebens in Wuhan, da die Menschen sich jetzt isolieren müssen, um sich gegenseitig vor dem Virus zu schützen. Viele Menschen wie McClure sind in ihrem täglichen Leben gestört worden.

Gemeindearbeiter sprechen mit McClure über eine Übersetzungssoftware. McClure meint, die Sprache sei keine Barriere.
„Man bringt in Wuhan ein unglaubliches Opfer. Die Freiwilligen riskieren sehr viel, um die Verbindungen zwischen den Menschen in unserer Gemeinde aufrechtzuerhalten“, sagte McClure.
Die Freiwilligen der Gemeinde haben sich unermüdlich für die Bedürfnisse der Einwohner eingesetzt. Während der monatelangen Sperre sind sie die einzige Quelle von menschlicher Interaktion für McClure.
McClure ruft auch täglich seine Frau, die in einer anderen chinesischen Stadt lebt, und andere Familienmitglieder in den USA an. Es sei für ihn von äußerst großer Bedeutung, in dieser höchst ungewöhnlichen und außergewöhnlichen Zeit mit ihnen in Verbindung zu bleiben.