

Bei der Registrierung am Eingang vieler Wohnsiedlungen in der zentralchinesischen Provinz Henan braucht man keinen Kugelschreiber und kein Heft mehr. Der Bewohner Li kann nach dem Scannen eines QR-Codes auf seinem Smartphone reibungslos in eine große Wohnsiedlung in Zhengzhou in der Provinz Henan gehen. Li sagt, früher hätten viele Menschen einen Kugelschreiber gemeinsam benutzt. Es habe ein Ansteckungsrisiko gegeben.
Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Epidemie werden in der Provinz Henan und in anderen Landesteilen Chinas die strengsten Vorkehrungen getroffen. Man muss sich registrieren lassen, bevor man in Wohnsiedlungen, Supermärkte und U-Bahnen hineingehen kann. Damit können die Behörden nötigenfalls die Bewegungen der Einwohner zurückverfolgen, um eine mögliche Verbreitung des Coronavirus COVID-19 schnellst möglich zu verhindern.
„Am Anfang boten wir ein Heft und einen Kugelschreiber an und ließen die Bewohner ihre Daten selbst aufschreiben. Manchmal mussten unsere Mitarbeiter die Bewohner auch in ihren Wohnungen besuchen. Dies stellte ein großes Ansteckungsrisiko dar.“ Wang arbeitet im Wohnsiedlungsservice in Zhengzhou und freut sich über die Anwendung des QR-Code-Scannens. Er sagt, die neue Technologie bei der Registrierung der Bewohner erhöhe die Arbeitseffizienz seiner Mitarbeiter und erleichtere das Ein- und Ausgehen der Bewohner. Die Technologie helfe auch dabei, dass die entsprechenden Behörden die Daten schnell zusammenfassen können, um eine Entscheidung zu treffen, so Wang.
Das intelligente Modell der Registrierung mittels Big Data wird bei der Epidemie-Vorbeugung in vielen chinesischen Städten verwendet. Die Stadt Zhengzhou hat zum Beispiel am 10. Februar um Null Uhr das Online-Verwaltungssystem der Registrierung der Gesundheitszustände der Bewohner gestartet. Die Gesundheitszustände der Bewohner in 10.861 Wohnsiedlungen der Stadt werden im System erfasst.
Auch an Mautstellen werden alle Leute, die in die Stadt Zhengzhou einfahren möchten, registriert. Nach dem Scannen eines QR-Codes füllen sie Formulare über ihre Informationen mit ihrem eigenen Smartphone aus. Nach der Messung Ihrer Körpertemperatur dürfen sie in die Stadt einfahren.
Seit dem 10. Februar nehmen die Unternehmen in Zhengzhou nach und nach ihren Betrieb wieder auf. Die Gesundheitszustände von Mitgliedern der Unternehmen werden auch in das intelligente Online-Verwaltungssystem einbezogen. Guo Chengming, Direktor des Big Data-Verwaltungsamts der Stadt Zhengzhou, sagt, sie hätten durch Big Data und Künstliche Intelligenz den Erhalt, die Weitergabe und die Teilhabe von zahlreichen Informationen über die Epidemie realisiert. Dies helfe dabei, Entscheidungen zur Epidemie-Vorbeugung zu treffen und unterstütze die Bekanntmachung der Maßnahmen sowie die Verteilung von Materialien.
Inzwischen wird das intelligente Modell der Epidemie-Vorbeugung in vielen Städten und Provinzen wie Beijing, Guangdong, Zhejiang, Jiangsu, Shandong, Gansu, Sichuan und Anhui durchgeführt. Die schnelle Entwicklung der Big Data-Industrie ermöglicht die Verbreitung von Informationen in Echtzeit, fasst Informationen zusammen und hilft bei Entscheidungen sowie bei der Notfallverwaltung.