Nationalbibliothek auch auf Internet zugänglich

2020-02-12 09:00:00

Um das Bedürfnis der Leserinnen und Leser außerhalb der Öffnungszeiten zu befriedigen, hat die chinesische Nationalbibliothek in Beijing am 29. Januar bekanntgegeben, ihre Bestände digital auf ihrer Website kostenlos anzubieten. Leserinnen und Leser, die eine Leserkarte der Bibliothek besitzen, können sich über ihre Accounts einloggen. Wer noch keine Karte hat, kann sich mit seinem Ausweis registrieren und dann Zugang zu den Online-Inhalten erhalten. Digitalisiert werden bisher vor allem Bücher, Zeitschriften und Zeitungen sowie Abhandlungen.

Neben den üblichen Büchern wird auf der Website speziell eine Rubrik für "Antike Bücher" geöffnet, in der die Benutzer Fotos oder Scans kostbarer antiker Bücher anschauen können, einschließlich des ursprünglichen Erscheinungsbilds von Schildkröteninschriften, Steininschriften sowie Neujahrsbildern in der alten Zeit. Zudem kann man dort auch Manuskripte der modernen oder zeitgenössischen Schriftsteller sehen. Auch für Kinder hat die Nationalbibliothek viele Online-Lesematerialien vorbereitet, wie zum Beispiel Comics und Bilderbücher.

Neben dem Lesen kann man online auch hören und sehen. In der Rubrik "Klassiker vorgelesen" können die Benutzer die Rezitationen von Kulturklassikern wie Shijing, der uralten chinesischen Gedichtsammlung, hören und dabei den Charme der traditionellen Kultur spüren. In der Rubrik Video werden Vorträge zu verschieden Themen von Experten aus verschiedenen Bereichen bereitgestellt, zum Beispiel zum Thema „Seidenstraße“.

Auf der Webseite gibt es auch die Möglichkeit, eine fremde Sprache zu lernen. Mehr als 400 Kurse gibt es. Fachleuten und Studenten bietet die Website Zugang zu wichtigen Datenbanken. Sie können so zum Beispiel auf das Dokumentationszentrum für nationale Philosophie und Sozialwissenschaften und das China Knowledge Network zugreifen und dort umfangreiches wissenschaftliches Forschungsmaterial erhalten.

In der Ära des Mobilinternets ist es natürlich notwendig, eine App für die Handynutzer vorzubereiten. Das hat die Nationalbibliothek natürlich nicht vergessen. Sie hat eine App namens „Nationale Digitale Bibliothek“ entwickelt, über die viele auf der Webseite abrufbare Inhalte auch zu erhalten sind.

Zur Startseite

Das könnte Sie auch interessieren