Neun Monate altes Baby kämpft gegen das Coronavirus

2020-02-07 13:09:48

Am 20. Januar reiste eine Familie mit der neun Monate alten Qiqi von Wuhan nach Beijing, um das chinesische Neujahr zu feiern. Unerwartet wurde bei fünf Familienmitgliedern eine Coronavirus-Lungenentzündung diagnostiziert. Gegenwärtig werden Qiqi, ihre Schwester und ihre Mutter im Krankenhaus Ditan in Beijing behandelt. Der Zustand der Familienmitglieder hat sich schon verbessert.

Wang Ying ist die Oberschwester auf der Station und diskutiert mit Qiqis Mutter über das Ergänzungsfutter für das Baby. Das kleine Baby hat sich an die „bewaffnete“ Tante vor ihr gewöhnt und ist sogar bereit, nach ihr zu greifen und sie zu umarmen.
Qiqis Mutter sagte: „Kinder können die Freundlichkeit der Menschen am meisten spüren. Tatsächlich kann ich manchmal nicht erkennen, wer in der Schutzkleidung ist, aber Qiqi mag sie einfach.“

An Kleinigkeiten wie Ergänzungsfutter oder ein handgemachtes Gitter für das Baby-Bett haben die Krankenschwestern auch gedacht.

Es gibt derzeit kein schnell wirkendes spezifisches Heilmittel gegen die Lungenentzündung bei einer Coronavirus-Infektion. Obwohl die Medikamente wie Protease-Inhibitor und Interferone in China zur Behandlung erwachsener Patienten eingesetzt worden sind, bestehen nach wie vor viele Unsicherheiten. Wie kann man Qiqi behandeln, die erst neun Monate alt ist?

Song Meihua, Ärztin in der Abteilung für Infektionskrankheiten des Krankenhauses Ditan in Beijing, sagte: „Derzeit ist Qiqi die kleinste Patientin, die in China aufgenommen wurde. Was würde mit ihr ohne Medizin passieren?Beeinträchtigen die Nebenwirkungen die Zukunft des Kindes nach der Einnahme des Arzneimittels? Dies ist die größte Schwierigkeit.Nach der Diskussion der Expertengruppe wollten wir durch andere Wege Qiqis eigene Immunität mobilisieren.Während des Aufenthaltes im Krankenhauswurden die Symptome von Fieber, Durchfall und Husten, die die Kleine erlebte, nacheinander überwunden.

Song Meihua ergänzte:„Da sich ihr Zustand danach allmählich besserte, zeigte sich, dass unser Urteil richtig war. Die eigene Immunität des Kindes sollte in der Lage sein, den durch das Virus verursachten Körperschaden zu verhindern.“

Der Gesundheitszustand von Qiqis Mutter und Schwester hat sich auch verbessert. Beide haben nun keine offensichtlichen körperlichen Beschwerden mehr.


Am Mittwoch gab es eine gute Nachricht: Qiqis Vater, der zuerst Diagnostizierte, und ihr Bruder, der als Vierter in der Familie positiv auf das Virus getestet wurde, haben sich inzwischen erholt und das Krankenhaus verlassen. Sie wurden in ein Hotel gebracht, das von der Stadtregierung Beijing als Übergangssiedlung organisiert wurde, und warten auf die Familienzusammenführung.

Qiqis Mutter sagte: „Obwohl wir aus Wuhan kommen, spüren wir keine Diskriminierung oder Kritik. Das medizinische Personal hat uns Wärme entgegengebracht. Ich denke nicht, dass das Virus schrecklich ist. Wir sind alle optimistischer und handeln aktiver. Ich glaube, dass Wuhan, China, die Familien und Menschen, die jetzt die Epidemie erleben, auf jeden Fall durchkommen werden. Nachdem wir Schwierigkeiten durchgemacht haben, werden wir das Gefühl haben, dass das Leben besser ist als zuvor.“

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