Bürger Hangzhous erhalten gratis Mundschutz per Post

2020-02-03 15:16:58

Das Hangzhouer Amt für medizinische Versorgung hat vor zwei Tagen bekanntgegeben, an die Bewohner der Stadt gratis Mundschutze zu verteilen. Bürger in der ostchinesischen Metropole, Regierungssitz der Provinz Zhejiang, müssen sich dazu zuerst online registrieren und dann mit dem entsprechenden Personalausweis an bestimmten Stellen den Mundschutz abholen. Aller zehn Tage kann jeder Bürger maximal fünf Stück beantragen.

Am gleichen Tag wurde eine ergänzende Bekanntmachung von der Stadtverwaltung zur Vorbeugung und Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie veröffentlicht. „Die Mitteilung über die Verteilung von kostenfreien Mundschutz am heutigen Nachmittag wurde von den Bürgern aufmerksam verfolgt. Sie haben dazu konstruktive Vorschläge geäußert. Um unnötige Menschenansammlungen zu reduzieren, bekommen Sie die bestellten Mundschutze nach Hause geliefert. Da die zu verteilenden Mundschutze aus zivilen Spenden stammen, ist die Reserve sehr begrenzt. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass die Politik eventuell in Folge der sich verändernden Situationen geändert werden könnte. In diesem Sinne rufen wir alle Bürger noch einmal dazu auf, zu Hause zu bleiben und das Verlassen des Hauses zu reduzieren.“

Die Maßnahmen der Hangzhouer Regierung wurden von den Einwohnern und Internetnutzern im ganzen Land positiv bewertet. Die Politik sei fair für alle, digital und gehe zeitnah auf die Vorschläge der Bürger ein, hieß es.

Jüngster Statistik des Ministeriums für Industrie und Informatisierung zufolge betrage die tägliche Produktionskapazität von Mundschutz in China über 20 Millionen Stück, was weltweit führend sei. Es benötige jedoch noch Zeit, bis die Nachfrage im ganzen Land gedeckt werde.

Darüber hinaus haben viele Städte ihr Augenmerk auf den Import gerichtet, damit mehr Menschen in kurzer Zeit einen Mundschutz erhalten. Die ostchinesische Küstenstadt Qingdao hat beispielsweise 1,67 Millionen Mundschutze aus Südkorea importiert. Das uigurische Autonome Gebiet Xinjiang hat insgesamt 1,5 Millionen Mundschutze aus den Nachbarländern Kasachstan und Usbekistan angeschafft, die in drei Lieferungen nach Urumqi gesendet werden sollen.

Einer Statistik des staatlichen Zollamtes zufolge hat China vom 24. bis 30. Januar insgesamt 56,23 Millionen Mundschutze importiert.

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