
„Fast jeden Monat habe ich dank meiner Dienstreisen die Chance, Beijing zu besuchen. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich früher bei jedem Besuch in Beijing im Restaurant Quanjude Pekingente essen wollte. Es war dort so lecker, dass ich mich immer auf die nächste Dienstreise nach Beijing freute. Doch das letzte Mal bei Quanjude ist schon sieben oder acht Jahre her."
Herr Xu ist 45 Jahre alt und hat seine Erfahrung in einem Forum veröffentlicht. Auf die Frage „Wann hast du zum letzten Mal Pekingente gegessen?" haben viele Internetnutzer geantwortet und dabei bemerkt, dass sie auch schon lange nicht mehr im Restraunt Quanjude gewesen sind.
„Ich persönlich finde, dass Quanjude eher eine Marke als ein Restaurant ist. Der Geschmack von Pekingente ist natürlich toll. Aber nur, wenn mehr als zehn Menschen aus anderen Städten nach Beijing kommen, denke ich daran, zu Quanjude zu gehen. Es hat mehr mit Prestige zu tun, wenn ich Gäste in ein so berühmtes Restaurant einlade. Das Restaurant ist schließlich nicht gerade preiswert."
Die Meinung von Xiaogang hat viel Zustimmung bekommen. In den letzten Jahren haben sich die Essensgewohnheiten der Chinesen langsam geändert. Die jungen Leute legen nicht nur Wert auf den Geschmack, sondern auch auf das Ambiente. Rund um einen großen Tisch zu sitzen, ist für sie einfach zu altmodisch. Zudem gehen die Leute lieber in kleineren Gruppen, zu dritt oder zu fünft statt mit mehr als zehn Personen zum Essen. Quanjude ist mit seinem großen Menu nicht mehr ganz zeitgemäß.