
Die Entsorgung des nuklear verseuchten Wassers aus dem Kernkraftwerk Fukushima ist keineswegs eine japanische Privatangelegenheit, sondern muss streng überwacht werden. Dies erklärte der Sprecher des Außenministeriums, Zhao Lijian, am Freitag.
Seit der einseitigen Entscheidung der japanischen Regierung im April dieses Jahres, Abwasser aus Fukushima ins Meer zu leiten, hätten die Länder des pazifischen Raums und auch die japanische Öffentlichkeit immer wieder Fragen gestellt und Einwände erhoben.
Jüngst hatte die südkoreanische Atomenergie-Sicherheitskommission ihr Bedauern über den Bericht der japanischen Tokyo Electric Power Company zur Bewertung der radiologischen Auswirkungen des Plans zur Ableitung von nuklear verseuchtem Abwasser aus dem Kernkraftwerk Fukushima geäußert. Dieser Bericht habe nicht umfassend erklärt, warum der Ableitungsplan unvermeidbar sei.
Zhao Lijian sagte dazu ergänzend, dass die japanische Regierung alle Einwände ignoriert und nie eine überzeugende Erklärung für die Rationalität, Notwendigkeit, Wissenschaftlichkeit und Sicherheit der Entscheidung gegeben habe, das nuklear verseuchte Abwasser ins Meer einzuleiten.
Darüber hinaus ging der chinesische Außenministeriumssprecher auch auf Berichte ein, wonach US-Präsident Joe Biden bestätigt habe, dass er einen „diplomatischen Boykott“ der Olympischen Winterspiele in Beijing erwäge. Dazu wies Zhao Lijian darauf hin, dass die Politisierung des Sports dem olympischen Geist widerspreche und den Interessen der Athleten aus allen Ländern schade.