

Genf
Die ständigen Vertretungen Chinas und Russlands in Genf haben am Donnerstag gemeinsam ein Online-Symposium mit dem Thema „Demokratie und Menschenrechte: Gemeinsames Streben, bunte Praxis“ veranstaltet, an dem Diplomaten, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler und Journalisten aus mehr als 60 Ländern teilnahmen.
Botschafter Li Song, provisorischer Leiter der Ständigen Vertretung Chinas in Genf, erklärte in einer Rede, nur die Bevölkerung eines Landes dürfe beurteilen, ob es demokratisch sei oder nicht. Es sei an sich undemokratisch, Demokratie wegen der verschiedenen Formen ihrer Verwirklichung abzulehnen. Sich unter dem Deckmantel der Demokratie und der Menschenrechte in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen und eine künstliche Konfrontation herbeizuführen, werde nur zu Unruhen und sogar zu Katastrophen führen.

Botschafter Gennady Gatilov, Ständiger Vertreter Russlands, sagte, beim Anstreben von Demokratie und Menschenrechten sollten unterschiedliche kulturelle Identitäten, moralische Standards und traditionelle Werte der Gesellschaft berücksichtigt werden.
Der britische Wissenschaftler Martin Jacques erklärte, der große Erfolg Chinas beim Umgang mit der COVID-19-Pandemie sei auf die hervorragende Verwaltungsfähigkeit der chinesischen Regierung und den starken Zusammenhalt der chinesischen Gesellschaft zurückzuführen. China habe sein Modell nie anderen aufgezwungen, aber es sei ein Modell, von dem mehr und mehr Entwicklungsländer lernten.
Nach dem Treffen erklärte Botschafter Li Song, China sei bereit, weiterhin mit allen Parteien zusammenzuarbeiten, um neue Beiträge zur Förderung des Aufbaus einer Gemeinschaft der Menschheit mit geteilter Zukunft und zum Aufbau einer besseren Welt zu leisten.