
Das multilaterale System für Rüstungskontrolle und Abrüstung steht nach den Worten des stellvertretenden chinesischen Vertreters bei den Vereinten Nationen, Geng Shuang, an einem Scheideweg.
Dies stelle die internationale Gemeinschaft vor die wichtige Entscheidung, wohin sie gehen solle, sagte Geng Shuang am Dienstag in seiner Rede vor dem Ausschuss für Abrüstung und internationale Sicherheit der 76. UN-Generalversammlung.
Geng Shuang betonte, derzeit stehe die internationale Gemeinschaft vor vier wichtigen Entscheidungen im Zusammenhang mit diesem System: Erstens: Soll sie zur Mentalität des Kalten Krieges und zu Spaltung und Konfrontation zurückkehren, oder soll sie den Multilateralismus fördern und die strategische Stabilität erhalten? Zweitens: Soll sie Egoismus verfolgen und multilaterale Regeln untergraben oder Verpflichtungen verantwortlich erfüllen und die Abrüstungsagenda vorantreiben? Drittens: Geht es darum, eine Geostrategie zur Unterdrückung der Länder mit anderen Ansichten umzusetzen oder darum, auf Objektivität und Fairness zu bestehen und eine politische Lösung zu suchen? Viertens: Geht es darum, die eigenen Vorteile zu missbrauchen, um ein technologisches Monopol anzustreben, oder darum, Offenheit und Toleranz zu fördern und gemeinsam Regeln zu formulieren?
Geng Shuang betonte, wie die internationale Gemeinschaft die oben genannten vier wichtigen Fragen untersuche und welche Entscheidungen sie treffe, hänge eng mit der Zukunft des multilateralen Rüstungskontroll- und Abrüstungssystems, dem Trend des internationalen strategischen Sicherheitsmusters und den Aussichten auf globale strategische Stabilität zusammen. Die internationale Gemeinschaft sollte von dem Konzept einer Gemeinschaft mit geteilter Zukunft für die Menschheit ausgehen und auf verantwortungsvolle Weise kluge Entscheidungen treffen.