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China und gleichgesinnte Länder haben am Freitag den UN-Menschenrechtsrat und den zuständigen UN-Menschenrechtsmechanismus aufgefordert, sich mit den Problemen des Menschenhandels und der Zwangsarbeit in den Vereinigten Staaten zu befassen und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.
Jiang Duan, Minister der chinesischen Mission bei den Vereinten Nationen in Genf, sagte, dass Menschenhandel und Zwangsarbeit schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen seien, die vor allem Frauen und Kindern schadeten.
Der chinesische Diplomat zitierte Statistiken, wonach jedes Jahr fast 100.000 Menschen aus dem Ausland zur Zwangsarbeit in die Vereinigten Staaten verschleppt würden und mindestens 500.000 Menschen dort modernen Formen der Sklaverei ausgesetzt seien.
Eine große Zahl von Kindern sei in den USA in der Landwirtschaft gefangen, viele von ihnen arbeiten bereits ab dem Alter von 8 Jahren, sagte er und fügte hinzu, dass etwa 240.000 bis 325.000 Frauen und Kinder in den Vereinigten Staaten Opfer sexueller Sklaverei seien.
Er wies darauf hin, dass die Duldung, Gleichgültigkeit und Untätigkeit der US-Regierung die Hauptursachen für den grassierenden Menschenhandel und die Zwangsarbeit im Land seien.

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Am selben Tag fand auf der 48. Tagung des UN-Menschenrechtsrats auch ein Dialog über die Menschenrechte von Frauen und Mädchen in Konflikt- und Postkonfliktsituationen statt. Jiang Duan erläuterte den Standpunkt Chinas und wies auf das Problem illegaler militärischer Interventionen hin, die die Menschenrechte von Frauen und Mädchen verletzten, und forderte Japan auf, mit dem historischen Problem der Zwangsrekrutierung von „Trostfrauen“ ehrlich und verantwortungsvoll umzugehen.