US-Medizinmagazin: Misserfolge der USA bei der Pandemiebekämpfung am laufenden Band

2020-10-10 15:10:19

Washington

Die Vereinigten Staaten haben fast bei jedem Schritt gegen den neuartigen Coronavirus Fehler gemacht. Dies schrieb die weltweit angesehene medizinische Fachzeitschrift der USA, „The New England Journal of Medicine“ (NEJM), am Donnerstag in einem Beitrag.

Berichten der US-amerikanischen National Broadcasting Company (NBC) vom Donnerstag zufolge haben 35 Redakteure der Zeitschrift NEJM einen unterschriebenen Kommentar veröffentlicht, der den Misserfolg der US-Politiker gegen die COVID-19-Pandemie scharf kritisierte. Dieser Kommentar habe auch die knapp 200 Jahre Tradition gebrochen, dass politische Themen in der Zeitschrift vermieden werden sollen.

In dem Beitrag mit dem Titel „Sterben im Führungsvakuum“ hieß es, dass die COVID-19-Pandemie eine große Herausforderung gebracht habe und der kritische Zustand von mehreren Faktoren verursacht worden sei. „Aber wir können steuern, wie wir uns verhalten. Und in den Vereinigten Staaten haben wir uns durchweg schlecht benommen.“

Laut dem Beitrag hätten die USA beim Testen weiterhin weit hinter der Pandemie-Kurve gelegen. Und in weiten Teilen des Landes trügen die Menschen einfach keine Masken, vor allem, weil die Führung der USA direkt erklärt habe, dass Masken eher politische Instrumente als wirksame Maßnahmen zur Infektionskontrolle seien. „Unser Präsident hat sich jedoch weitgehend dafür entschieden, Experten zu ignorieren und sogar zu verunglimpfen. Die Reaktion der Führung unserer Nation war durchweg unzureichend.“

Wie der Beitrag weiter mitteilte, seien bisher in den USA über 200.000 Menschen am neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der Verstorbenen habe die Sterbezahl von jedem Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg überschritten.

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