Verleumdungen Chinas durch US-Außenminister ernten weltweit Kritik

2020-05-16 19:10:31

US-Außenminister Mike Pompeo steht sowohl in chinesischen als auch in westlichen Medien im Kreuzfeuer der Kritik – ein seltener Gleichschritt.

Die Kritik erreichte am 28. April ihren Höhepunkt, als das chinesische Staatsfernsehen CCTV in seiner Nachrichtensendung eine Woche lang die Verleumdungen Chinas durch Pompeo scharf kritisierte. Auch US-Medien wie CNN bezogen sich auf die Kommentare von CCTV und übten Kritik an Pompeo.

Fasst man die Äußerungen Pompeos, die seit seinem Amtsantritt auf der offiziellen Webseite der US-Regierung veröffentlicht wurden, in einer Statistik zusammen, ergibt sich folgendes Bild: Seit April 2018 hat es insgesamt 1.482 Artikel gegeben, 152 davon mit China-Bezug. Die Statistik zeigt weiter, mehr als 80 Prozent der Äußerungen des US-Außenministers mit China-Bezug waren Attacken gegen China und Verleumdungen der Volksrepublik. Während der COVID-19-Pandemie wurden vor allem drei Aspekte thematisiert: die Verschwörungstheorie bezüglich des Ursprungs des Virus, Sensationsmache zur Verschleierung der Epidemie und die Theorie der Verantwortung Chinas. Kurz gesagt, die US-Regierung versucht, ihre Versäumnisse bei der Epidemiekontrolle durch die Verleumdung Chinas von sich zu schieben.

Pompeos Äußerungen haben auch die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit erregt. Eine Analyse des chinesischen Forschungsinstituts für China und die Welt zeigt, neben neutralen Geschichtserzählungen ist ein Großteil der Berichtserstattungen der wichtigen Medien der Welt Kritik an Pompeo. Von den US-Medien sind es vor allem die „Washington Post”, CNN und die Webseite „Politico“, die scharfe Kritik üben. Dabei werden skeptischen Stimmen von medizinischen Experten, Regierungsbeamten und Kolumnisten Gehör verliehen.

Auch Pompeos Theorie der Verantwortung Chinas wird angezweifelt. So schrieb die US-Zeitung „The New York Times” am 17. April: „Die Republikaner wollen China die Schuld zuschieben, um die Aufmerksamkeit der Menschen von den mangelhaften Maßnahmen der Regierung gegen das neuartige Coronavirus abzulenken.”

Neben China versucht Pompeo auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Sündenbock zu machen. Dazu schrieb die „The Washington Post“ am 28. April: „Pompeo und Trump dürfen die WHO nicht mehr zum Sündenbock für ihre Fehlschläge bei der Epidemiekontrolle machen.“

Auch in den Medien anderer Länder wurden die Verleumdungen Chinas durch den US-Außenminister schlecht bewertet. So schrieb die australische Zeitung „The Sydney Morning Herald“ unter Berufung auf den ehemaligen australischen Außenminister Gareth Evans: „Ungeachtet der Bewertung aller Informationen die Theorie des Labors in Wuhan in Umlauf zu bringen, das ist ein weiterer Nagel im Sarg des internationalen Ansehens der USA.”

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