Von Trump geschürter Rassenhass treibt Kriminalität in USA und Europa in die Höhe

2020-05-16 19:00:09

Angesichts der COVID-19-Pandemie hat der von US-Präsident Donald Trump geschürte Rassenhass die Kriminalität in den USA und Europa in die Höhe getrieben.

Am 16. März hatte Trump in Tweets erstmals das neuartige Coronavirus als „chinesisches Virus“ bezeichnet und diese Bezeichnung dann mehrfach wiederholt. Dies führte dazu, dass sich der Hass gegen Menschengruppen asiatischer Abstammung weltweit verstärkte.

Seit Ende März haben die Diskriminierung von und Angriffe auf Menschen asiatischer Abstammung drastisch zugenommen. Angaben des Metropolitan Police Service in London zufolge wurden im Februar und März insgesamt 166 Anzeigen über Hassattacken gegen östlich aussehende Menschen bei der Londoner Polizei gemeldet, 100 mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Frau Tan, die in der Chinesischen Vereinigung in China Town in London arbeitet, berichtete, ihr habe jemand sogar einmal absichtlich ins Gesicht gehustet. Als sie die Polizei angerufen habe, hätten drei Jugendliche sie weiter beleidigt. Das war kein Einzelfall und auch kein Zufall: Auch Japaner, Singapurer, Vietnamesen und Südkoreaner wurden Opfer des Rassenhasses und teilweise Opfer blutiger Vorfälle. Ähnliche Fälle werden auch fast täglich in den sozialen Netzwerken geteilt.

Mehrere britische Menschenrechtsorganisationen haben Donald Trump für die rechtsradikalen Vorfälle verantwortlich gemacht. „Viele Opfer sagen, sie wurden mit ‚das chinesische Virus‘ angesprochen, wie Trump es bezeichnete”, sagte Mike Ainsworth, Direktor der britischen Wohlfahrtsorganisation „Stop the Hate“.

Angesichts des Rassenhasses und der Diskriminierung haben einige britische Medien weiter Öl ins Feuer gegossen. Der britische Rundfunksender BBC hat zum Beispiel eine Zeit lang in den Video-Clips seiner Sondersendung zum Thema COVID-19 Figuren asiatischer Abstammung mit Schutzmasken gezeigt. Zu dieser Zeit kam es in Großbritannien vermehrt zu Angriffen auf Chinesen mit Schutzmasken.

Trumps Äußerungen, die Diskriminierung und Hass geschürt haben, sind verantwortungslos und kosten Menschenleben. Alle Menschen, egal ob in den USA oder Europa, müssen handeln, um Hassangriffen und Rassendiskriminierung zu widerstehen.

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