
Washington
Der ehemalige US-Botschafter in China, Max Baucus, sagte am Mittwoch, die jetzige antichinesische Rhetorik der US-Regierung erinnere ihn an die McCarthy-Ära.
„Die Rhetorik der Regierung ist so stark gegen China. Sie ist übertrieben. Wir treten in eine Art Ära ein, in der das Außenministerium unter Leitung von Joe McCarthy den Kommunismus angriff“, sagte Baucus am Mittwoch in einem Interview mit CNN.
Es sei ein bisschen ähnlich wie in der Hilter-Ära in den 30er Jahren. Viele Leute wussten, dass das, was vor sich ging, falsch sei. Aber niemand wage es, etwas darüber zu sagen, weil sie sich eingeschüchtert fühlten. Und wenn jetzt in den Vereinigten Staaten jemand etwas Vernünftiges über China sage, habe er Angst, dass ihm der Kopf abgehackt würde. Es sei der Situation damals in den 30er Jahren in Deutschland sehr ähnlich, so Baucus weiter.
Die republikanische Regierung unter Donald Trump habe erkennt, dass es der US-Wirtschaft nicht gut gehe, wahrscheinlich wegen des Coronavirus. Deshalb müssten sie jemandem die Schuld geben und sie geben China die Schuld, fügte der ehemalige Botschafter in China hinzu.