Ex-Präsident Sloweniens: Schuldzuschiebung keine Lösung des Problems

2020-05-07 16:19:34


Ljubljana

Schuldzuschiebungen in Bezug auf COVID-19 können das Problem nicht lösen. Dies betonte der ehemalige slowenische Präsident, Danilo Turk, vor kurzem in einem Exklusivinterview mit der China Media Group (CMG).

Angesichts der COVID-19-Pandemie brauche man jetzt und in Zukunft internationale Kooperation, so Turk weiter. Man müsse alle Kräfte konzentrieren, die die Natur des Problems verstehen könnten. Chinas Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung hätten beachtliche Ergebnisse erzielt. Die große Disziplin und die Solidarität der chinesischen Bevölkerung seien weltweit beeindruckend. China habe nicht nur seine inländische COVID-19-Situation effektiv unter Kontrolle gebracht, sondern auch anderen Ländern tatkräftige Hilfe gewährt.

Mehrere Monate nach dem Beginn der gemeinsamen Pandemiebekämpfung auf der ganzen Welt seien noch immer einige Menschen hartnäckig der Ansicht, dass die Krankheit auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen sei, so der ehemalige slowenische Präsident. „Einige Politiker schieben anderen kontinuierlich die Schuld für die Probleme bei der eigenen Verwaltung zu, was ein unverantwortliches Vorgehen ist und keine Probleme lösen kann. Vor allem haben sie aus politischen Motiven die Schuld unbegründet auf die Weltgesundheitsorganisation abgewälzt. Dies hat der Analyse und Prävention der Pandemie enorme Hindernisse und Schwierigkeiten in den Weg gelegt. Die Weltgesundheitsorganisation braucht derzeit noch mehr finanzielle Unterstützung und noch mehr Befugnisse.”

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