Wien
Der ehemalige österreichische Präsident Heinz Fischer hat in einem Artikel die falschen Äußerungen in österreichischen und europäischen Medien kritisiert. Er forderte weitere enge Zusammenarbeit zwischen Österreich und China und neue Beiträge zur Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern nach dem Ende der Pandemie.
Als Präsident der Österreichisch-chinesischen Gesellschaft (ÖGCF) schrieb Fischer: „Die Berichterstattung in österreichischen Medien, aber auch in den Medien anderer europäischer Staaten war in manchen Fällen meiner Meinung nach unausgewogen und unfair. Gelegentlich wurden auch unrichtige oder einseitige Behauptungen ungeprüft übernommen und wiedergegeben. Das ist bedauerlich.“
Weiter betonte Fischer: Natürlich seien Österreich und China sehr unterschiedliche Staaten mit unterschiedlichen politischen Systemen. Natürlich seien Europa und China nicht nur Partner, sondern gleichzeitig auch Konkurrenten auf den Weltmärkten. „Aber das ist meines Erachtens kein Grund in einer Zeit, wo sowohl China, als auch Europa schwierige Probleme zu lösen haben, Misstrauen aufzubauen und die Zusammenarbeit abzubauen.“
Nach der Überwindung der Krise würden China und Europa einander mehr brauchen und mehr gemeinsame Aufgaben haben als je zuvor. Und diese Aufgaben werde man umso besser lösen, je mehr man einander zuhöre und Verständnis für das Gegenüber entwickle, so Fischer weiter.