
Washington
Vor kurzem hat die US-Zeitschrift „The Atlantic“ einen Beitrag des Kolumnisten George Packer mit dem Titel „We are living in a failed State” veröffentlicht. Darin wurde die von verschiedenen Missständen geprägte US-Gesellschaft kritisiert, die aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zusammengebrochen sei.
Ferner warf Packer der US-Regierung vor, angesichts der Pandemie die Vorbereitungszeit von zwei Monaten verschwendet zu haben. Die US-Führung benehme sich hilflos - sie habe absichtlich die Pandemie ignoriert, nach Sündenböcken gesucht und leere Rhetorik bzw. wiederholt Lügen verbreitet.
Im Beitrag wurde betont, die korrupte politische Schicht, das starre bürokratische System, das inhumane Wirtschaftssystem und die gespaltene, konfuse Bevölkerung seien die Ursachen der „Niederlage“ der amerikanischen Gesellschaft. Durch diese Pandemie seien die schweren Missstände der Gesellschaft klar hervorgetreten.
Der Autor analysierte, egal wie groß die Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich Immigration und Handel seien, liege die Übereinkunft der US-Führung darin, für private Interessen öffentliches Eigentum zu missbrauchen. Abschließend wurde im Beitrag bekräftigt, dass die USA nicht nur die Pandemie bewältigen sondern auch die Ordnung im Staat wiederherstellen müssten. Andernfalls würde die US-Bevölkerung sich nie mehr von den gegenwärtigen Problemen befreien können.