Beijing
Der von den USA ausgeübte Druck auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben weltweit keinen Anklang gefunden. Dies sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Geng Shuang, am Freitag in Beijing.
Damit reagierte Geng auf die Behauptung von US-Außenminister Mike Pompeo, wonach die WHO strukturelle Anpassungen vornehmen müsse. Demnach schlössen die USA die Möglichkeit nicht aus, die Ablösung des WHO-Generaldirektors zu fordern und könnten sogar die Bereitstellung von Geldern an die WHO bis dahin einstellen. Die Angriffe und Verleumdungen der USA gegen die WHO entbehrten jeder Grundlage, so Geng weiter. Der Druck und Zwang der Vereinigten Staaten fänden keine Sympathie und zeigten nur die Hegemonie der USA.
Berichten zufolge sagte Pompeo in einem Interview am Donnerstag weiter, die chinesische Regierung habe möglicherweise bereits im November oder zumindest Mitte Dezember 2019 die ersten Fälle von COVID-19 entdeckt. „Sie hat es dem Rest der Welt, einschließlich der WHO, nur mit Verspätung mitgeteilt“, so Pompeo.
Geng erklärte, Pompeos Aussagen basierten nicht auf Fakten und seien einzig und allein durch den Wunsch motiviert, falsche Anschuldigungen zu erheben, was noch mehr im Widerspruch zum derzeitigen allgemeinen Konsens der internationalen Gemeinschaft stehe. China habe stets eine offene, transparente und verantwortungsbewusste Haltung bei der Prävention und Kontrolle der COVID-19-Epidemie eingenommen. China sei das erste Land, das der WHO den Ausbruch des neuartigen Coronavirus gemeldet sowie seine Gensequenz mit allen Ländern der Welt geteilt und mit der internationalen Gemeinschaft beim Kampf gegen das Virus zusammengearbeitet habe.
Überdies äußerte sich Geng bezüglich der Meldung der australischen Zeitung „Financial Review“, der zufolge eine jüngste Genomstudie darauf hinweise, dass die frühesten COVID-19-Fälle in Australien auch aus den Vereinigten Staaten gekommen sein könnten, obwohl Australiens erster Infektionsfall aus Wuhan gekommen sei. Geng sagte dazu, der Bericht zeige erneut, dass die Herkunft und Übertragungswege des neuartigen Coronavirus ein komplexes wissenschaftliches Thema seien, das von Wissenschaftlern und medizinischen Experten untersucht werden müsse.