Erster COVID-19-Todesfall in den USA viel früher als gemeldet

2020-04-24 09:30:52

Gerichtsmediziner aus Santa Clara County in Kalifornien haben Autopsien bei drei Personen durchgeführt, die grippeähnliche Symptome hatten und zu Hause starben- jeweils am 6. Februar, 17. Februar und 6. März - und testeten die Proben auf COVID-19. Das Ergebnis: alle drei sind mir dem neuartigen Coronavirus infiziert gewesen.

Laut einem Bericht der Webseite „Politico“ bezeichnete die Gesundheitsbeamtin von Santa Clara, Sara Cody, diese drei Todesfälle als die Spitze des „Eisbergs“ und erwarte weitere bisher unentdeckte Todesfälle durch COVID-19.

Diese drei Todesfälle wurden nicht mit Reisen in hoch infizierte Gebiete in Verbindung gebracht, was darauf hindeutet, dass sich das Virus viel früher als bisher angenommen in den USA ausbreitete.

Dieser Befund deutet auch darauf hin, dass der erste Tod durch COVID-19 in den USA bereits am 6. Februar geschah - drei Wochen bevor der Bundesstaat Washington am 29. Februar den ersten Todesfall meldete, von dem man damals annahm, dass es der erste im ganzen Land war.

Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, teilte am Mittwoch mit, er habe bereits die Gerichtsmediziner beauftragt, die bereits im Dezember geschehenen Todesfälle zu überprüfen.

“New York Times” kommentierte unter Berufung eines Experten, wenn die US-Regierung die Ausbreitung des Virus früher entdeckt hätte, dann hätten die zuständigen Behörden früher darauf reagieren können. So hätten sie Tests durchführen und die medizinischen Einrichtungen sich rechtzeitig auf die Pandemie vorbereiten können. Bedauerlicherweise hätte die Regierung den Schwerpunkt der Epidemiebekämpfung im Februar auf das Ein- und Ausreiseverbot gelegt, hieß es weiter.

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