Beijing
Es gibt in China keinen sogenannten "Nassmarkt für Wildtiere". Dies sagte der chinesische Außenministeriumssprecher, Geng Shuang, auf einer regulären Pressekonferenz in Beijing am Donnerstag.
US-Außenminister Mike Pompeo forderte China und andere Länder am Mittwoch auf, den „Nassmarkt für Wildtiere“ dauerhaft zu schließen, um die Bedrohung für die menschliche Gesundheit zu verringern. Bei der Beantwortung relevanter Fragen sagte Geng Shuang:
"In der Tat gibt es in China keinen Begriff für einen 'Nassmarkt'. Häufiger sind der Agrarhandelsmarkt und der Markt für lebende Geflügel und Seefrüchte, auf denen frisches Fleisch, Fisch, Gemüse, Meeresfrüchte und andere landwirtschaftliche Produkte verkauft werden. Es gibt auch einige wenige Märkte, auf denen lebendes Geflügel verkauft wird. Diese Art von Märkten gibt es nicht nur in China, sondern auch in vielen südostasiatischen Ländern und Entwicklungsländern. Sie ist eng mit dem Leben der Menschen vor Ort verbunden. Das Völkerrecht hat die Öffnung und das Funktionieren derartiger Märkten nicht eingeschränkt. "
Geng Shuang wies darauf hin, dass China Gesetze erlassen habe, die die Jagd, den Handel, den Transport und den Konsum von illegalen Wildtieren vollständig verböten. Chinas Agrarproduktenmarkt und der Markt für lebendes Geflügel und Meeresfrüchte seien keine Märkte für Wildtiere. Es sei illegal, Wildtiere auf solchen Märkten zu verkaufen. Sobald solches Handeln auf den Märkten entdeckt werde, würden sie gesetzesgemäß geschlossen und bestraft, so der Sprecher.