Beijing
Der chinesische Außenminister Wang Yi hat am Dienstag mit seinem japanischen Amtskollegen Toshimitsu Motegi und dem türkischen Minister für auswärtige Angelegenheiten Mevlüt Çavuşoğlu telefoniert.
Wang Yi sagte bei dem Gespräch mit Motegi, seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie hätten sich die Bevölkerungen Chinas und Japans beim Kampf gegen die Epidemie gegenseitig tatkräftig unterstützt. Dies zeige, dass die bilaterale Freundschaft eine feste Grundlage im Volk und kulturelle Gemeinsamkeiten habe. Die bilateralen Beziehungen zeigten eine kontinuierliche Aufwärtstendenz. Beide Seiten sollten die bei der Pandemiebekämpfung geschlossene Freundschaft schätzen und die bilaterale Kooperation stets auf eine neue Ebene bringen.
Das Virus kenne keine Staatsgrenzen, so Wang weiter. Verschiedene Länder sollten es gemeinsam mit vereinigten Kräften besiegen. China habe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie verschiedenen Ländern von Anfang an mit den Prinzipien Offenheit, Transparenz und Verantwortungsbewusstsein zeitnah Informationen mitgeteilt. Das „politische Virus“ zur Anstiftung von Spaltung und Rassenhass sei noch zerstörender als das Coronavirus. Alle Länder sollten daher wachsam bleiben.
Toshimitsu Motegi würdigte Chinas Leistungen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus. Die wichtigste Aufgabe der internationalen Gemeinschaft sei derzeit, die Epidemie solidarisch zu bewältigen. Als freundschaftliches Nachbarland wolle Japan die regionale und internationale Kooperation mit China in diesem Aspekt kontinuierlich ausbauen. Die Erfolge des Sondergipfels zwischen dem ASEAN sowie Japan, China und Südkorea sollten ernsthaft umgesetzt werden. Nicht zuletzt solle den afrikanischen Ländern, deren medizinische Systeme schwach seien, gemeinsam Hilfe gewährt werden, so der japanische Außenminister weiter.
Beim Telefonat mit Çavuşoğlu sagte Wang Yi, Chinas Staatspräsident Xi Jinping habe vor kurzem mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan telefoniert und dabei wichtige Übereinkünfte über die verstärkte Kooperation im Kampf gegen COVID-19 und die Förderung der bilateralen Beziehungen erzielt. Beide Länder sollten den Konsens der beiden Staatschefs beschleunigt umsetzen und das gegenseitige politische Vertrauen vertiefen. Im nächsten Jahr werde das 50-jährige Jubiläum der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten gefeiert. Beide Seiten sollten sich darum bemühen, die strategischen kooperativen Beziehungen weitere 50 Jahre fortzuführen.