
Washington
Die Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump bezüglich der COVID-19-Pandemie gegen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind absurd und unbegründet. Dies schrieb der bekannte Kolumnist, Dana Milbank, in einem Beitrag im Opposite-Editorial-Bereich der Webseite der „Washington Post“.
Diese Vorwürfe zeigten nur, dass Trump nicht rechtzeitig gegen das neuartige Coronavirus im Inland gehandelt habe, so Milbank weiter. Die Vertreter der US-Botschaft in China hätten sich bereits im Januar mehrfach mit WHO-Mitarbeitern in China getroffen. Im Februar und März hätten sich US-Botschaftsvertreter weiterhin mit mehreren WHO-Mitarbeitern getroffen und seien mit ihnen in Kontakt geblieben. Die US-Vertreter, die zum WHO-Hauptsitz in Genf geschickt wurden, hätten die Entwicklung und Lage der COVID-19-Epidemie ebenfalls aufmerksam verfolgt und der Trump-Regierung über aktuelle Informationen Bericht erstattet.
Da die US-Vertreter immer in engem Kontakt zu den WHO-Mitarbeitern geblieben seien und mit ihnen zusammengearbeitet hätten, seien die Vorwürfe von Donald Trump, dass die WHO die Epidemie verheimlicht sowie nicht rechtzeitig und transparent über die Lage und Entwicklung informiert habe, absurd und unbegründet. Der eindeutige und unbestreitbare Schluss: Das Problem sei nicht ein Mangel an Informationen, sondern, dass der Präsident nichts getan habe, so Dana Milbank.
Anderen Berichten zufolge betonte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag, die WHO habe alle Länder, einschließlich der USA, rechtzeitig über die COVID-19-Epidemie informiert. Einige Experten aus den USA arbeiteten sogar für die WHO. Da es in der WHO Mitarbeiter aus den US-Zentren für Seuchenprävention und -kontrolle (CDC) gebe, bedeute das, dass die WHO den USA seit dem ersten Tag nichts verheimlicht habe, so Ghebreyesus weiter.