Afrika kritisiert Donald Trumps Vorwürfe gegen WHO

2020-04-18 19:21:08

Afrika hat die Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump gegen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisiert.

In den Erklärungen, Leitartikeln und Expertengutachten vieler Organisationen und Mainstream-Medien in Afrika wurde Donald Trump in den vergangenen Tagen vorgeworfen, der WHO die eigene Schuld zuzuschieben und die Zahlung des WHO-Mitgliedsbeitrags zu unterbinden. Es wurde außerdem dazu aufgerufen, dass China und Afrika enger miteinander zusammenarbeiten, um gemeinsam gegen die COVID-19-Pandemie zu kämpfen.

Zu Trumps Vorwurf, dass die WHO den Ausbruch von COVID-19 nicht richtig behandelt und die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verheimlicht habe, haben Spitzenpolitiker der Afrikanischen Union und mehrerer afrikanischer Länder der WHO und dessen Generaldirektor, Tedros Adhanom Ghebreyesus, in sozialen Netzwerken ihre völlige Unterstützung zugesprochen. Sie forderten, den weltweiten gemeinsamen Kampf gegen die COVID-19-Pandemie als Schlüsselarbeit anzugehen und Beschuldigungen zu unterlassen.

Afrika hat sich auch gegen den Stopp der US-Beitragszahlungen für die WHO ausgesprochen. Südafrika zeigte sich am Donnerstag zum Beispiel schockiert und bedauerte, dass die USA ihre Beiträge an die WHO aussetzten. In dieser schweren Zeit für arme Länder in Afrika sollten die USA ihre Entscheidung überdenken und sich wieder am gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie beteiligen, hieß es in südafrikanischen Medien.

Mehrere afrikanische Mainstream-Medien warnten außerdem vor weiterer Aufhetzerei und forderten einen Ausbau der Freundschaft zwischen China und Afrika. Die Volkszeitung in Kenia kritisierte in einem Kommentar die Vorwürfe der Industrieländer gegen China. Jede negative Nachricht über Afrikaner in China werde derzeit übertrieben berichtet, um die chinesisch-afrikanischen Beziehungen zu verletzen, so der Kommentar. Aber Afrika werde am Ende entdecken, dass es ohne enge Zusammenarbeit mit China die gesellschaftliche und wirtschaftliche Krise in den kommenden Jahren nicht überleben könne.

Anderen Berichten zufolge hat China Afrika viele Hilfsgüter gespendet und medizinische Experten zur Unterstützung nach Afrika geschickt. Sie würdigten Chinas Kampf gegen die COVID-19-Pandemie und betonten, China sei ein Freund Afrikas im Kampf gegen das neuartige Coronavirus.


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