Beijing
China hat die Rolle der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Anfangsphase der COVID-19-Pandemie gewürdigt.
Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, sagte am Donnerstag, die WHO habe bereits in der Anfangsphase der Pandemie verschiedene Länder mehrfach dazu aufgerufen, die Krankheit zu beobachten und sie aktiv zu bekämpfen. Die WHO habe vor kurzem einen Zeitplan zur Bewältigung der Pandemie veröffentlicht, der klares und ausführliches Protokoll beinhalte.
Zur Skepsis und Kritik gegen die WHO, dass sie in der Anfangsphase der Pandemie nicht allen Ländern vorgeschlagen habe, Reisebeschränkungen zu verhängen, erklärte Zhao, die WHO habe nach dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus gemäß den „internationalen Gesundheitsregeln“ und auf der Basis wissenschaftlicher Prinzipien keinen derartigen Vorschlag gemacht. Die Gründe dafür habe die WHO mehrfach klar erläutert.
Zhao erklärte weiter: „Ich möchte klarstellen, dass die WHO die Pandemie als einen ‚Notfall der öffentlichen Gesundheit mit internationaler Tragweite‘ eingestuft und provisorische Vorschläge vorgelegt hat. Dies war ein von den zuständigen Ausschüssen gemäß dem entsprechenden Verfahren der WHO kollektiv gezogenes wissenschaftliches und objektives Urteil. An den Konsultationen waren auch US-amerikanische Experten beteiligt.“
Anderen Medienberichten zufolge versuchen die USA derzeit, eine Teilung des neuen Sonderziehungsrechts (SZR) durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) zu verhindern, da sie nicht wollen, dass China und der Iran dadurch Kapitalmittel erhalten können. Zhao Lijian sagte dazu, internationale Finanzinstitutionen seien wichtige internationale Kooperationsplattformen. Sie seien kein politisches Werkzeug, das von einzelnen Politikern manipuliert werden könne. Internationale Angelegenheiten sollten von Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft gemeinsam erörtert und behandelt werden. Keine Einzelperson und kein einzelnes Land dürfe anderen ihren oder seinen Willen sowie ihre oder seine Regeln aufzwingen.