Stopp von US-Zahlungen an WHO im Fokus deutscher Medien

2020-04-15 15:15:59


Berlin

Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump eines Stopps der US-Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird von den deutschen Medien mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.

In einem Artikel auf der Webseite von „Der Spiegel“ hieß es, Kritiker vermuteten hinter den harschen Worten gegen die WHO ein taktisches Manöver des US-Präsidenten, um von den hinreichend dokumentierten Versäumnissen seiner eigenen Administration abzulenken. „Der Republikaner hatte die Gefahr des Coronavirus öffentlich lange heruntergespielt. Noch bis Anfang März beteuerte er, das Virus sei für die USA kein Grund zur Sorge. Trump wehrt sich mittlerweile vehement gegen den Vorwurf, zu langsam auf den Ausbruch reagiert zu haben, und beteuert, alles in seiner Macht stehende getan und auf den Rat von Experten gehört zu haben“, so „Der Spiegel“ weiter.

Auf der Webseite der Tagesschau der ARD hieß es, Donald Trump lege mitten in der Coronavirus-Pandemie die Beitragszahlungen für die WHO auf Eis. Er habe die Regierung angewiesen, die Beitragszahlungen zu stoppen, während überprüft werde, welche Rolle die WHO bei der „schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus" gespielt habe. Dies wurde von dem UN-Generalsekretär Antonio Guterres kritisiert. Guterres zufolge solle die internationale Gemeinschaft solidarisch sein, um gegen das Coronavirus zu kämpfen.

Der deutsche Bundesaußenminister Heiko Maas habe sich nach Trumps Kritik hinter die WHO gestellt und auf ihre „unverzichtbare Rolle in dieser Pandemie" hingewiesen. Mit Blick auf die WHO dränge sich der Eindruck auf, dass Trump von seinen eigenen Verfehlungen in der Krise ablenken wolle, hieß es in dem Bericht der Tagesschau weiter.


Zur Startseite

Das könnte Sie auch interessieren