New York/Washington
Die Corona-Krise in den USA spitzt sich weiter zu.
Bis Freitag 21:25 Uhr wurden mehr als 500.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in den USA verzeichnet. Mehr als 18.000 Personen sind an den Folgen der Erkrankung gestorben. In New York hat die Zahl der Infektionen die aller übrigen Länder der Welt übertroffen.
Am gleichen Tag strahlte der US-Fernsehsender CBS eine Sendung aus, die zeigte, dass auf dem 150 Jahre alten Friedhof auf der Hart Insel ein Graben abgegraben wurde, um nicht identifizierte Leichen zu begraben. Sie sollten an den Folgen der Infektionskrankheit gestorben sein und die Leichenhallen der örtlichen Krankenhäuser seien überlastet worden, hieß es in der Sendung.
Inzwischen haben US-Medien wie “The New York Times” und VOX auch darüber berichtet, dass viele Ärzte und Pfleger während der Epidemie entlastet wurden.
Einem Bericht des US-Fernsehsenders VOX zufolge hat eine am 4. April veröffentlichte Umfrage ergeben, dass in dem ersten Monat nach dem Epidemieausbruch insgesamt 43.000 Ärzte und Pfleger in den USA ihren Job verloren. Damit hat die Arbeitslosenzahl unter Medizinern den höchsten Stand seit 30 Jahren erreicht.
“The New York Times” führte dies darauf zurück, dass die Krankenhäuser und Kliniken in finanzielle Schwierigkeiten geraten seien. Angesichts der kritischen Corona-Krise seien in weiten Teilen der USA nicht notwendige Operationen eingestellt worden, was zu einer drastischen Einnahmensenkung der Krankenhäuser und somit zur Personalreduzierung geführt habe. Auch Ärzte und Pfleger, die als freiwillige Helfer in New York zum Einsatz kommen, könnten wahrscheinlich ihren Job verlieren, so “The New York Times”.