
Genf
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll es vermieden werden, das neuartige Coronavirus als „China-Virus“ zu bezeichnen. Dies schade der solidarischen Zusammenarbeit beim Kampf gegen die Epidemie.
Michael Ryan, Vertreter der Gesundheitsnotstandsprojekte der WHO, sagte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Genf, seit langem habe seine Organisation klare Informationen gesendet, nämlich, das Virus finde keine Grenze, und dabei gebe es keinen Unterschied bei Rassen, Hautfarben und Reichtum. Sprachlich müsse man sich sorgfältig benehmen. Es müsse vermieden werden, das Virus mit Einzelpersonen zu verbinden. Er sei überzeugt, dass es jeder bereuen werde, das Virus mit gewissen Rassen in Verbindung zu bringen. Niemand hoffe das. Man brauche dabei eine solidarische Kooperation. Die Grippe H1N1 im Jahre 2009 stammte aus Nordamerika. Allerdings habe man sie nicht als Nordamerika-Grippe bezeichnet. Die WHO fordere alle Leute auf, in diesem kritischen Moment solidarisch die COVID-19-Epidemie zu bekämpfen, anstatt andere zu kritisieren. Jetzt müsse man seine gebührenden Aufgaben klar zur Kenntnis nehmen und dabei schnell Fortschritte erzielen. In diesem Sinne müssten Äußerungen zur Verbindung zwischen dem Virus und Rassen sowie anderen Aspekten vermieden werden.