Genf
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt die gegenwärtige vom neuen Coronavirus ausgelöste Epidemie noch keinen „großen Ausbruch“ dar.
Die WHO definiert einen großen Ausbruch als globale Epidemie. Sylvie Briand, Leiterin der WHO-Abteilung für infektiöse Gefährdungen, sagte am Dienstag vor der Presse in Genf, die Epidemie sei bisher noch keine Pandemie, was hauptsächlich darauf zurückzuführen sei, dass die meisten Infektionsfälle in China zurzeit aus der Provinz Hubei stammten. In Gebieten außerhalb der Provinz seien zumeist „ausgeweitete“ Fälle aufgetreten.
Sylvie Briand fügte hinzu, die aktuellen Maßnahmen der chinesischen Regierung seien praktikabel. Andere Länder sollten Infektionsfälle so früh wie möglich identifizieren und die Patienten möglichst früh isolieren und behandeln. Gleichzeitig sollten Menschen, die mit den Patienten enge Kontakte pflegen, aufmerksam beobachtet und ebenfalls isoliert werden, um die Verbreitungsrisiken zu reduzieren. Bei der Bewältigung der Epidemie sei auch eine Bekämpfung falscher Informationen und Gerüchte von großer Bedeutung.
Der WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte am gleichen Tag in Genf betreffende Länder auf, sich in der gegenwärtigen ausschlaggebenden Phase mit der WHO auszutauschen. Zudem sollten sie keine Eindämmungsmaßnahmen ergreifen, die den internationalen Gesundheitsregeln zuwiderliefen.