ADCG fordert mehr Unterstützung statt Ausgrenzung von China

2020-02-05 09:11:32

Berlin

Die Dachorganisation der deutschen Chinagesellschaften ADCG wehrt sich gegen Panikmache, China-Beschimpfungen und Fremdenfeindlichkeit im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus. „Vor allem in den vergangenen Tagen beobachten wir eine drastisch steigende Verunglimpfung und Ausgrenzung von chinesischen Menschen bis hin zum offenen Rassismus“, berichtet ADCG-Vizepräsident Felix Kurz.

In einer Pressemitteilung der ADCG hieß es, „als Grund für die ungeheuerlichen Vorgänge, die in der Bezeichnung „Corona-Virus: Made in China“, gipfelt, gilt besonders die Panikmache im Netz und in zahlreichen Medien. Die in Wuhan ausgebrochene Virusinfektion wird fälschlicherweise als eine weltweite Katastrophe und Epidemie dargestellt. Das ist aber von der Realität weit entfernt.“

„Panikmache hilft nur den Rassisten“, sagt Kurz. Bisher sei das Virus hauptsächlich in China aufgetreten – in wenigen Ländern gebe es einzelne Erkrankte. In China würden drastische Maßnahmen zur Eindämmung des Virus getroffen und große Anstrengungen zu seiner Bekämpfung unternommen. Die Regierung werde für Ihre Offenheit und ihre Maßnahmen ausdrücklich von der Weltgesundheitsorganisation WHO gelobt. Die chinesische Regierung tue alles, um diese unglückliche Situation in ihrem Land unter Kontrolle zu bringen.

„Wir alle sollten das voll unterstützen und den Menschen in China Verständnis, Anteilnahme und Mitgefühl entgegenbringen“, sagt der Vorsitzende der Düsseldorfer Gesellschaft für deutsch-chinesische Freundschaft, Dieter Böning.

In der Pressemitteilung hieß es weiter, das Risiko, sich in Deutschland zu infizieren, sei sehr gering und Hysterie ist völlig unangebracht. Doch leider erzählten viele Menschen mit asiatischen Wurzeln, dass sie plötzlich pauschal als chinesisch, damit als krank oder zumindest als Ansteckungsgefahr wahrgenommen würden.

„Schlimmer als das Virus sind blinde Diskriminierung und Hass gegenüber den Menschen und diese fördern nur eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen den Deutschen und Chinesen“, sagt Böning. Die ADCG fordert stattdessen China mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bei der Bekämpfung des Virus zu unterstützen und hat einen Spenden-Kanal für den Kauf von Materialien für das medizinische Personal in den chinesischen Krankenhäusern eröffnet.


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