
Beijing
China werde unerschütterlich die internationale Fairness und Gerechtigkeit wahren und hegemonistische, unilaterale Taten ablehnen, um eine politische, diplomatische Lösung der iranischen Atomfrage zu fördern. Dies betonte der chinesische Außenminister Wang Yi am Dienstag in Beijing bei einem Gespräch mit seinem iranischen Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif.
Ferner wies Wang Yi darauf hin, die USA hätten mit ihrem einseitigen Austritt aus dem Atomabkommen ihre internationalen Pflichten aufgegeben und extremen Druck auf den Iran ausgeübt. Die sei die Ursache der Spannungen in der iranischen Atomfrage. Er betonte, das Atomabkommen sei vom Weltsicherheitsrat genehmigt worden und gelte als ein wichtiger Erfolg der multilateralen Diplomatie. Eine Wahrung der Autorität bzw. Gültigkeit des Abkommens bedeute eine Wahrung des Multilateralismus, des Völkerrechts und der Grundnormen der internationalen Beziehungen. China unterstütze alle konstruktiven Bemühungen zur Milderung der gegenwärtigen Spannungen und Wahrung des Atomabkommens. Alle, die das Abkommen betreffe, sollten an der richtigen Orientierung festhalten und den äußeren Druck bewältigen. Durch Dialog und Konsultationen sollten Meinungsverschiedenheiten beigelegt werden, um das Atomabkommen kontinuierlich gut zu wahren bzw. umzusetzen.
Sarif erwiderte, der Iran wolle mit China enge Kontakte pflegen, den Multilateralismus unbeirrt beibehalten, den Unilateralismus ablehnen, das Atomabkommen tatsächlich wahren und die eigenen Rechte sowie Interessen verteidigen. Teheran wolle gemeinsam mit Beijing die bilaterale umfassende strategische Partnerschaft auf eine neue Ebene bringen.