
Chengdu
Das achte Gipfeltreffen zwischen China, Japan und Südkorea fand am Dienstagvormittag im südwestchinesischen Chengdu statt. Daran nahmen der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang, der südkoreanische Präsident Moon Jae-In und der japanische Premierminister Shinzo Abe teil.
Während des Treffens sagte Li Keqiang, die Zusammenarbeit zwischen China, Japan und Südkorea solle zukunftsorientiert sowie strategisch und langfristig geplant werden, um eine Partnerschaft zwischen den drei Ländern zu etablieren. Weiter gelte es, die Verhandlungen über eine Freihandelszone der drei Länder voranzutreiben, um so bald wie möglich eine China-Japan-Südkorea-Freihandelszone höheren Standards zu errichten. Ziel sei es, den Handel mit höherem Niveau und die Vereinfachung der Investitionen zu verwirklichen.
Li Keqiang fügte hinzu, China, Japan und Südkorea gehörten zu den großen Innovationsstaaten. Ihre jeweiligen Überlegenheiten könnten sich gegenseitig ergänzen. So sollten die drei Seiten ihre Innovationsfähigkeit verbessern und ihre Erfolge in dem Innovationsbereich mit anderen teilen. Überdies sollten China, Japan und Südkorea auf mehreren Gebieten, darunter Sport, Olympische Spiele, Jugend, Gesundheit, Alterung und Klimawandel, enger ergebnisorientiert zusammenarbeiten, um den Völkern der drei Länder besser zu dienen.
Gegenwärtig erlebe die Weltlage eine tiefgehende Veränderung. Vor diesem Hintergrund sollten China, Japan und Südkorea den Zusammenschluss und die Kooperation intensivieren und den Herausforderungen gemeinsam begegnen, um zur Prosperität und Stabilität der Region und der Welt beizutragen. Zudem müssten sich die drei Länder für die gemeinsame Wahrung von Frieden und Stabilität in der Region einsetzen. Sowohl die Verwirklichung einer atomfreien koreanischen Halbinsel als auch die Etablierung eines Friedensmechanismus entsprächen den gemeinsamen Interessen von China, Japan und Südkorea, so der chinesische Regierungschef weiter.
Auf dem Gipfeltreffen wurden „Aussichten für die Zusammenarbeit zwischen China, Japan und Südkorea in den kommenden zehn Jahren“ veröffentlicht. Zudem wurden Initiativen und Entwürfe in den Bereichen wissenschaftlich-technologische Innovationen, nachhaltige Entwicklung und Alterung der Gesellschaft eingebracht.